Wiener Liberale: "Business Point" als Anlaufstelle für Unternehmensgründungen

LIF-Hecht will den Behördendschungel beseitigen

Wien (OTS) In einer Pressekonferenz präsentierte heute Gabriele Hecht, die Klubvorsitzende und Wirtschaftssprecherin der Wiener Liberalen, das Konzept eines "Business Points". Als Vorteil einer derart gestalteten einzigen Anlaufstelle für potentielle UnternehmensgründerInnen nannte Hecht die Vereinfachung des Gründungsverfahrens und die damit verbundenen positiven Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Wien.

Bisher, so erklärte Hecht, die vor ihrer politischen Karriere selbständige Steuerberaterin war, müsse sich ein/e künftige/r Jungunternehmer/in neben der Gewerbebehörde, Bauverhandlungen, Betriebsanlagengenehmigungen, noch mit Gebietskrankenkasse, der Sozialversicherung, dem Finanzamt, der Wirtschaftskammer und den Banken herumschlagen. Darüber hinaus seien auch noch bis zu zehn Magistratsstellen mit einem Gründungsverfahren befaßt, meinte Hecht. Es sei deshalb nicht weiter verwunderlich, daß die Selbständigenquote in Österreich magere 6,8 Prozent betrage, während der OECD Durchschnitt bei 12,8 Prozent liege, stellte die liberale Klubvorsitzende fest.

Den "Business Point" beschrieb Hecht als Service- und Dienstleistungseinrichtung für UnternehmenerInnen bei behördlichen Verfahren, wo Gewebeanträge und Bewilligungsverfahren individuell behandelt werden könnten. Die Teilung dieser Servicestelle in "front-office" und "back-office" Bereiche, böte für die JungunternehmerInnen die Möglichkeit, alle Probleme mit einem Ansprechpartner zu erledigen. Ein wichtiger Punkt sei die Beratung und Vermittlung von Kontakten zu Fördereinrichtungen im "front-office" Bereich, bei der kundenorientierter Service im Vordergrund stehen soll. "Was wir aber sicher nicht brauchen, ist eine weitere Beratungsstelle für Jungunternehmer, die den Weg durch den Behördendschungel weist, wir brauchen die Beseitigung des Dschungels", meinte Hecht.

Hecht gab ihrer Befürchtung Ausdruck, daß mangels tiefgreifender Reformen einerseits weniger Unternehmen in Wien gegründet werden, andererseits aber eine Abwanderung zu anderen Standorten einsetzen könnte. Dann drohe Wien, so Hecht abschließend, der Verlust seiner Rolle als internationaler Holdingstandort und Ostzentrale und in weiterer Folge steigende Arbeitslosigkeit.

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