Gewerbeverein: Pfusch kein Problem der Unternehmen

Wien (OTS) - Bundeskanzler Mag. Klima hat zum Pfusch eine
überzogen realitätsferne Sicht - wie übrigens seine Arbeitsministerin auch. Die Aussage: Pfusch-Bekämpfung solle 'unsolidarisches Verhalten der Wirtschaft³ treffen, bedeutet, der Herr Bundeskanzler ortet offensichtlich nur Unternehmer, die Pfuscher beschäftigen.

Der Herr Bundeskanzler war wahrscheinlich zum letzten Mal bei der Eröffnung von RTL im 15. Wiener Gemeindebezirk. In einem Festzelt sieht die Welt etwas anders aus, als die Realität.

+ Tatsächlich arbeiten in diesem Bezirk an der Außenwandsanierung slowakische Pfuscher.

+ Innerhalb der Häuser ist der Pfuscher aus den EU-Osterweiterungsländern fast schon der Normalfall.

+ Daß Pfuscherinnen, die Notstandshilfe beziehen, ihre Badezimmer zu Frisiersalons in großem Umfang umgebaut haben, scheint - von Kanzlers Gnaden - auch zur Nachbarschaftshilfe zu gehören.

+ Es gibt Lokale, wo der Pfusch nach Börsenmanier unter den beteiligten Arbeitslosen aufgeteilt wird.

Pfusch als ein Problem der Wirtschaft zu sehen, ist einfach gedacht. Pfusch ist das Problem jener Sozialleistungsbezieher, denen es in der Hängematte zu langweilig ist und die ihren ehemaligen Lohn durch die Aufsummierung von Arbeitslosenunterstützung und Pfuscherlohn verdoppeln, ohne einen Groschen an die Allgemeinheit abzuliefern.

Eine Bundesregierung, deren Ministerien jährlich rund eine Million Schilling für Gutachten ausgeben, wird doch einmal feststellen lassen können, wer die wahren Pfuscher sind: Die Wirtschaft wird ein paar Prozent 'schwarze Schafe' dazu liefern. Der Hauptanteil sind 'geringfügig Beschäftigte' im Solde des Arbeitsmarktservices.

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Österreichischer Gewerbeverein, Dr.Herwig Kainz,
Tel.:01-587 36 33/30, Email: oest.gewerbeverein@apanet.at

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