Fischler: "Agenda 2000 wertet Forstmaßnahmen auf"

wien (OTS) - "Allzu oft wird der Wald als bloßer Lieferant von speziellen Diensten oder Produkten gesehen. Daß der Wald zugleich Landschaft, Ruhe, Erholung,erneuerbare Rohstoffe und einen Lebensraum für eine große Vielfalt von Tierenund Pflanzen bieten kann, wird oft übersehen." erklärte Kommissar Fischler in seinem Vortrag zur "3. Europäischen Ministerkonferenz über den Schutz der Wälder in Europa" in Lissabon. Er bekräftigte die Notwendigkeit eines Dialogs der Forstverantwortlichen mit der Öffentlichkeit über den Schutz des Waldes und begrüßte die in Lissabon beschlossene europäische Informationskampagne.

Der Kommissar erläuterte, warum sich die Konferenz von Lissabon nun den sozio-ökonomischen Aspekten der Wälder zuwendet: "Keine Maßnahmekann den europäischen Wald nachhaltig schützen, wenn nicht gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Es gibt genügend Beispiele, die zeigen, wie anfällig ein wirtschaftlich uninteressanter Wald für alle möglichen Formen der Zerstörung ist."

Die EU habe zum Erfolg bei der Umsetzung der bisherigen Resolutionen maßgeblich beigetragen, betonte Fischler. So wurden mit EU-Unterstützung etwa Überwachungs- und Informationssysteme über Luftverschmutzung aufgebaut, eine Datenbank über forstliche Genressourcen erstellt und ein Forschungsnetz über Waldökosysteme eingerichtet. Darüber hinaus werden die Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen und die Verbesserung von Wäldern durch die Gemeinschaft gefördert.

Fischler kündigte an, daß mit der Neuordnung der Politik für dieländliche Entwicklung auf EU-Ebene, wie sie in der Agenda 2000 vorgeschlagen wird, in Zukunft ein ganzes Paket von forstlichen Maßnahmen zur Verfügung stehen werde. Als Schwerpunkte strich Fischler die Anlage und Verjüngung von Wäldern, Investitionen zur Verbesserung des wirtschaftlichen und ökologischenWertes des Waldes und zur Verarbeitung und Vermarktung der Forstprodukte, die Verbesserung der Waldinfrastruktur, den Zusammenschluß von Waldbesitzern und den Wiederaufbau des forstlichen Produktionspotentials nach Naturkatastrophen und Waldbränden heraus.Die paneuropäische Ministerkonferenz sei "weltweit in ihrer Art einer intensiven forstlichen Zusammenarbeit einzigartig", so der EU-Kommissar abschließend.

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