Neuer Vorwurf gegen Bernhard Gratzer

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 23/4.6.1998 Der Ex-FPÖ Niederösterreich-Chef hätte Grundstück kassiert, das für Partei gedacht war

Wien (OTS) - Wie NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, tauchen auch nach dessen Inhaftierung neue Vorwürfe gegen den Niederösterreichischen Landes-FPÖ-Chef Gernhard Gratzer auf. Gratzer hätte sich ein Grundstück angeeignet, das eigentlich der Bundes-FPÖ zugedacht war.

Laut Grundbuch am Bezirksgericht Gmünd schenkte der 1913 geborene und inzwischen verstorbene Karl S. Gratzer am 7. November 1994 zwei Liegenschaften in Heidenreichstein. NEWS liegt nun ein Schreiben eines FPÖ-Spitzenfunktionär vor, in dem aufgedeckt wird, das die Grundstücke für die Bundespartei gedacht gewesen wären. Zitat aus dem Brief:"Herr S., ein überzeugter Nationalsozialist, wollte ausdrücklich der FPÖ-Gruppe, mit der er sympathisierte, einen großen Geldbetrag spenden, von der Schenkung von Grundstücken war nicht die Rede. Die Geldübergabe stellte sich S. mittels Geldkoffer direkt an Dr. Haider vor. LPO Gratzer wurde von dieser für die FPÖ erfreulichen Absicht unterrichtet. In weiterer Folge war Gratzer mit Herrn S. etliche Male ohne Beisein der F-Funktionäre in einem Gasthaus essen. Laut Erzählungen des Herrn S. (...) baute sich von Offizier Gratzer zu Offizer S. ein Vertrauensverhältnis auf Basis von Offiziersehre auf, das Hr. S. in seinem Vorhaben, der FPÖ eine große Geldsumme zu spenden, bestärkte. Von einer Schenkung von Grundstücken direkt an LPO Grazter war nie die Rede." Die Bundes-FPÖ sei über diese Vorgänge infomiert, Gratzer selbst rechtfertigt sich gegenüber NEWS, die Grundstücke seien nie für die Partei, sondern immer für ihn gedacht gewesen.

Rückfragen & Kontakt:

NEWS Chefredaktion

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS