FPÖ-Mann Josef Dinhopel meldet sich aus Deutschland: "Verhandle um freies Geleit"

Vorausmeldung zu NEWS 23/4.6.98 Der in Österreich per Haftbefehl gesuchte Ex-FPÖ-Mann will sich den Behörden stellen

Wien (OTS) - Wie NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, befinde sich der in Österreich im Zusammenhang mit der Causa Rosenstingl per Haftbefehl gesuchte ehemalige FPÖ-Mann Josef Dinhopel derzeit in Deutschland. NEWS erreichte den Finanzjongleur telephonisch. Sein Anwalt verhandle derzeit um freies Geleit. Sind diese Verhandlungen erfolgreich, werde er sich der Justiz stellen und auch eine entsprechende Kaution zahlen. Im NEWS Gespräch belastet Dinhopel die Bundesparteiführung und seinen ehemaligen Geschäftspartner Rosenstingl schwer. Laut Dinhopel, der auf Vermittlung von Hans Jörg Schimanek in den Parteivorstand der FPÖ Niederösterreich kooptiert worden war, hätte die Bundespartei von Rosenstingels Machinationen informiert sein müssen. Dinhopel:
"Derzeit kennt in der FPÖ den Rosenstingl niemand mehr, genau wie 1945 niemand mehr einen Nazi gekannt haben will. Aber das war doch ein mächtiger Mann in der FPÖ, als Finanzreferent und stellvertretender RFW-Bundesobmann".

Er selbst hätte immer nur ordentliche Provisionen für seine Mitgliedschaft bezogen, an den Rosenstingl-Geschäften mit der FPÖ hätte er sich nur beteiligt, "weil ich nicht dumm, sondern oberdumm bin". Dinhopel: "Ich wollte der FPÖ helfen und habe Rosenstingl vertraut."

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