FPÖ Niederösterreich: Jetzt auch Schimanek vor dem Rücktritt

Vorausmeldung zu NEWS 23/4.6.98 Der neue FPÖ-Niederösterreich-Chef bezog bisher geheime Zusatzgage. Schimanek kam mit 60.000 Schilling netto nicht aus. Deshalb 20.000 Spesenpauschale monatlich

Wien (OTS) - Die Niederösterreichische FPÖ kommt nicht zur Ruhe. Wie NEWS in einer morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, ist nun auch der neue Chef der Niederösterreichischen Landes-FPÖ, Hans Jörg Schimanek, schwer unter Beschuß geraten. Aus der niederösterreichischen Landespartei wurden NEWS Informationen zugespielt, wonach Schimanek zusätzlich zu seinem von der Partei erlaubten Nettoeinkommen von 60.000 Schilling eine Zusatzgage in Form einer Spesenpauschale von 20.000 Schilling monatlich bezieht. Ein klarer Verstoß gegen das Parteistatut, das keinem FPÖ-Politiker ein höheres Netto-Einkommen als 60.000 Schilling monatlich gestattet. Das Pikante: FPÖ-Chef Haider selbst hätte, so Schimanek, diese Lösung angeregt, da der ehemalige ORF-Mitarbeiter mit seinem Gehalt nicht ausgekommen wäre. Schimanek freimütig im NEWS Interview: "Die 20.000 decken nur meine Aufwendungen. Sonst hätte ich weniger als früher im ORF. Was ich kriege, ist durch Vorstandsbeschluß voll gedeckt. Diese Vorgangsweise kommt über Anregung des Dr. Haider. Das ist alles mit ihm abgestimmt".

Der Vorwurf "Schwarzgeldinkasso durch Spesendoppelverrechnung" treffe nicht zu. Schimanek: "Ich lege dafür Belege vor. Das sind Ausgaben meiner politischen Tätigkeit - die mache ich ja nicht aus Vergnügen".

Insider in der Niederösterreichischen FPÖ gehen davon aus, daß Schimanek in diesem Fall auch die Rückendeckung durch Jörg Haider nichts nützen wird und er vor seinem Rücktritt steht.

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