Bauern aus Niederbayern und NÖ:

Resolution gegen Agenda 2000

St.Pölten (NLK) - Die bayerischen und niederösterreichischen Bauern werden gemeinsam für die Abänderung der Agenda 2000 kämpfen: Das haben gestern abend rund 300 Bauern aus Niederbayern und dem Mostviertel bei einer Podiumsdiskussion in Oberzeillern, Bezirk Amstetten, in einer Resolution beschlossen. Die Delegation von rund 100 Bauern aus Niederbayern kam auf Einladung von
Landesrat Franz Blochberger ins Mostviertel, um die Zukunft der Landwirtschaft zu diskutieren. Einig waren sich die niederösterreichischen und bayerischen Bauern darüber, daß die in der Agenda 2000 enthaltenen Vorschläge zur künftigen EU-Agrarpolitik Einkommensverluste in Milliardenhöhe durch Preissenkungen bedeuten werden. Auch den erneuerbaren Energien
wird zu wenig Bedeutung zugemessen. Landesrat Franz Blochberger betonte, daß die Tiefpreispolitik bäuerliche Existenzen gefährde. Die österreichischen Bauern müßten mit Einkommensverlusten von 2,5 Milliarden Schilling rechnen. Um dies auszugleichen, seien Direktzahlungen notwendig. Der niederbayerische Bauernverbandspräsident Albert Schallmoser zeigte sich erfreut, daß Bayern und Niederösterreich in dieser Sache gemeinsam vorgehen wollen. Große Sorgen würde ihm die Preisentwicklung machen, denn für die bayerischen Bauern würden die Agenda 2000-Vorschläge Verluste von 4,5 Milliarden Schilling bedeuten. Immerhin sei jetzt ein einziger Bauer in der Lage, 108 Verbraucher zu ernähren.

Die Resolution wird demnächst an Agrar-EU-Kommissar Dr. Franz Fischler und an Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer weitergeleitet.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK