Menschlichkeit kontra Schafott

Zwei Ausstellungen zur Seligsprechung Maria Restitutas

St.Pölten (NLK) - Als einzige Ordensfrau wurde Maria Restituta
zur Zeit des NS-Regimes zum Tod verurteilt. Sie wurde am 30. März 1943 enthauptet. Die anläßlich des Papstbesuches stattfindende Seligsprechung Restitutas ist Anlaß für eine Wanderausstellung des Wiener Schulmuseums, die in den nächsten Tagen gleich doppelt auf Wanderschaft geschickt wird. Heute abend wird die Ausstellung "Menschlichkeit kontra Schafott" im Kulturzentrum Bürgerspital in Laa an der Thaya eröffnet und bis 14. Juni gezeigt, am kommenden Freitag, 5. Juni, wird die gleichnamige Ausstellung im Pfarrsaal Mödling eröffnet und ist dort bis 2. Juli zu sehen.

Zu Mödling hatte die Ordensfrau eine besondere Beziehung: Sie war als Oberschwester und Narkotiseurin 23 Jahre lang im Mödlinger Krankenhaus tätig, wurde von allen anerkannt und verehrt. Für die Mödlinger Bevölkerung war Restituta eine populäre Person voll mütterlicher Güte den Kranken, Armen und Bedürftigen gegenüber. Die Wanderausstellung des Schulmuseums wurde daher in Mödling um Exponate angereichert, die auf die Beziehung der Märtyrerin zu Mödling hinweisen.
Mödling nimmt auch Bezug auf die menschliche Schwäche der Märtyrerin für leibliche Genüsse: Da Restituta nach schwerem Dienst gerne auf ein Gulasch und Bier ins legendäre Gasthaus Mader ging, wurde von einer Weinviertler Brauerei ein "Restituta-Bier"
zur Verfügung gestellt. Im Mittelpunkt beider Ausstellungen stehen der unerschütterliche Glaube Restitutas, ihre große Liebe zu Österreich und die leidenschaftliche Ablehnung des Nationalsozialismus.

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