Auer: "Vermittlungsprobleme" für Frauen aufgrund fehlender Betreuungsplätze

Völlig schleierhaft, wie Kindergartenstudie Linie der Volkspartei bestätigen soll

St. Pölten, (SPI) - "So hoch die Zufriedenheit der befragten
Eltern zur aktuellen Situation im NÖ Kindergartenwesen auch sein mag - die aktuelle Studie der Landesakademie und des OGM hat doch ein gewaltiges Manko: Befragt wurden nur Eltern, die eine Betreuungsmöglichkeit gefunden haben und nicht Frauen und
Familien, die aufgrund der aktuellen Gegebenheiten keine entsprechende Betreuung in Anspruch nehmen können", stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Helene Auer, heute fest. "Wie hier VP-LHStv. Liese Prokop aus dem Ergebnis dieser Studie eine Zustimmung zur allgemein konservativen Linie der NÖ Volkspartei ablesen kann, bleibt jedenfalls schleierhaft", kommentiert Auer eine Aussendung Prokops vom 1. Juni.****

Im Jahr 1997 waren 45 Prozent aller in Niederösterreich vorgemerkten Arbeitslosen Frauen. Der häufigste Grund für Vermittlungsprobleme waren neben der nicht in ausreichendem Ausmaß vorhandenen Mobilität vor allem das nicht entsprechende Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen. "Vor allem diese Frauen und ihre Familien sollten einmal befragt werden, wie sie zum aktuellen Betreuungsangebot stehen und welche Verbesserungen es ihnen
möglich machen würden, daß sie wieder einem Beruf nachgehen können", fordert die SP-Sozialsprecherin.

"Daß all jene, die das derzeitige Angebot nicht nützen können, nicht befragt wurden, ist sehr bedauerlich und darf keinesfalls
dazu führen, daß nun die berechtigten Anliegen dieser Familien keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Grundsätzlich erfordert die vermehrte Flexibilität am Arbeitsmarkt auch eine erhöhte Flexibilität am Kinderbetreuungssektor. Hier gilt es für das Land und die Gemeinden, noch vieles nachzuholen", so Abg. Auer abschließend.
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