Ende der begünstigten Mietzinsreserven verschärft Krise am Bau

Lahofer: "Wenn die Übergangsfrist nicht bis Ende 1999 verlängert wird, droht eine Rekordarbeitslosigkeit

Wien (PWK) - Mit dem Sparpaket 1996 wurde die Steuerfreiheit von Mietzinsrücklagen beseitigt und zuletzt eine Frist zur Investition in Bauleistungen bis Ende 1998 festgelegt. Die Vornahme von Instandsetzungsarbeiten durch Hauseigentümer aus Mietzinsrücklagen fungierte in den beiden letzten Jahren in den Ballungszentren, und da vor allem in Wien, als Stütze der Baukonjunktur. Einbrüche in anderen Bereichen konnten dadurch teilweise kompensiert werden. ****

Dennoch ist es, vor allem aufgrund der schleppenden Baubewilligungen, nicht gelungen, alle vorhandenen Reserven abzubauen. Nach Einschätzung der Bundesinnung der Baugewerbe stehen noch mindestens 2 Mrd Schilling zur Verfügung, die in die Sanierung von Mietshäusern und Verschönerung des Stadt- und Ortsbildes fließen könnten, anstatt der Besteuerung des Fiskus anheimzufallen.

Die Bundesinnung der Baugewerbe richtet daher den dringenden Appell an das Finanzministerium, die Übergangsfrist um ein Jahr, bis Ende 1999, zu prolongieren.

Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer: "Diese Maßnahme würde zwischen 4.000 und 5.000 Arbeitsplätze im Bauhaupt- und Baunebengewerbe sichern. Die gleiche Zahl an Arbeitslosen würde der öffentlichen Hand S 1,5 Mrd kosten!"

Gerade die Bundeshauptstadt Wien hätte einen derartigen Impuls notwendig wie einen Bissen Brot, nachdem die Zahl der Baubewilligungen im vergangenen Jahr um 40 Prozent gesunken ist, was dramatische Einbrüche im Hochbau nach sich zieht.

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