VOTRUBA : ERFOLGREICHE INTEGRATION MUSS WEITERFÜHREN

Integrationsweg aus Kindergärten bis in Hauptschulen weiterführen

St. Pölten (SPI) 466 besonders förderungsbedürftige Kinder werden derzeit in den NÖ-Landeskindergärten im Zuge der Einzelintegration betreut, dazu kommen noch 83 Kinder in
speziellen heilpädagogischen sowie heilpädagogisch-integrativen Kindergärten. Der Weg der Integration bewährt sich bestens und wird derzeit auch schon in den Volksschulen fortgesetzt, erklärte Landesrätin Traude Votruba Mittwoch bei einem Besuch in Kottingbrunn. "Probleme gibt es derzeit durch die im Ländervergleich aber relativ restriktive gesetzliche Regelung bei der Weiterführung der Integration in den Hauptschulen, wobei die Mindestanzahl von 5 Kindern das größte Hindernis darstellt. Um die Integration auch nach der Volksschule erfolgreich fortsetzen zu können, müssen die gesetzlichen Voraussetzungen verbessert werden", forderte Votruba.

Einzelintegration ist seit 1989 in den Kindergärten
gesetzlich möglich, wobei damals mit 146 Kindern begonnen wurde.
Um die Kinder speziell zu fördern stehen besonders geschulte heilpädagogische Kindergärtnerinnen sowie Stützkräfte zur Verfügung. "Dieses erfolgreiche System, daß auf die individuelle Situation sowohl der Kinder als auch der Eltern eingeht, ist im derzeitigen Kindergartengesetz verankert und festgeschrieben", erinnerte die Landesrätin. Im zweiten Bereich, dem heilpädagogisch - integrativen Kindergarten, umfaßt eine Gruppe 12 bis maximal 15 Kinder, wovon mindestens 3 und höchstens 5 Kinder behindert sein dürfen. "Auch diese Mischung aus ‘Kindern mit besonderen Bedürfnissen’ und ‘normalen’ Kindern hat sich bestens bewährt, sodaß wir mit der Integration insgesamt zufrieden sein können", unterstrich Votruba, "da beide Gruppen im Zuge des ‘sozialen Lernens’ davon profitieren und der Umgang miteinander ein selbstverständlicher wird. Ressentiments und Ängste können so hintangehalten werden.

Im Interesse der Kinder darf diese erfolgreiche Integration
aber nicht plötzlich nach der Volksschule zu Ende sein, weil damit das wahre Ziel, nämlich die volle Integration in die Gesellschaft, erheblich erschwert wird. "Gerade weil davon nur wenige Menschen betroffen sind, die aber umso mehr Hilfe brauchen, sollten wir möglichst rasch die legistischen Rahmenbedingungen verbessern", schloß Votruba.
(Schluß)nk/wb

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