ARBÖ: Biene löste Unfall aus

Lenker haftet für Panikreaktion

Wien (ARBÖ) - Bienen sind an und für sich nützliche Tiere -
doch gefährlich, wenn sie durch ein offenes Fenster ins Auto fliegen und durch eine Panikreaktion des Fahrzeuglenkers einen Unfall verursachen. Im Sommer können auch andere ungebetene Passagiere wie Hornissen und Spinnen für Angst und Schrecken im Fahrzeuginneren (speziell bei Kabrios) sorgen.

Von einem konkreten Fall berichten die ARBÖ-Verkehrsjuristen:
Einer Autofahrerin flog eine Biene ins Gesicht. Als sie mit einer Hand die Biene abzuwehren versuchte, geriet der Pkw ins
Schleudern. Ein Insasse wurde bei dem daraus resultierenden Unfall erheblich verletzt.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert erläutert die rechtliche Situation: "Grundsätzlich muß ein Autofahrer zur Sommerszeit mit dem Eindringen eines Insektes in das Wageninnere rechnen, wenn die Fenster nicht verschlossen sind. Nach der Rechtsprechung hat der Lenker in diesem Fall "entsprechend verkehrsgerecht", etwa durch Verminderung der Geschwindigkeit, zu reagieren.

Gerät er jedoch in Panik, verliert die Kontrolle über das Fahrzeug und verursacht dadurch einen Unfall mit Personenschaden, ist er strafrechtlich haftbar. Allenfalls ein durch Insektenstich hervorgerufener - nicht willentlicher - Körperreflex als Unfallauslöser könnte zu Straffreiheit führen."

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