Pfingstbilanz 1998: Weniger Unfälle

Kein Grund zum Aufatmen

Wien (OTS) - Trotz der günstigen Pfingstbilanz warnt das
Kuratorium für Verkehrssicherheit davor, verfrühte Euphorie aufkommen zu lassen. Das schlechte Wetter und das geringe Verkehrsaufkommen haben hier sicher wesentlich zu den gsunkenen Unfallzahlen beigetragen. Es zeichnet sich aber schon jetzt ab, daß duch die verstärkte Überwachung, die Einführung von gesetzlichen Regelungen wie der 0,5 Promille-Grenze sowie Aufklärungsarbeit die Sensibilisierung bei den Autofahrern gestiegen ist.

Am vergangenen Pfingstwochenende vom 29. Mai bis 1. Juni gab es im gesamten Bundesgebiet 537 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 48 oder 6,5 % weniger als im Vorjahr. Auch bei den Verkehrstoten konnte ein Rückgang verbucht werden: Die Zahl sank von 19 auf 12.

Das geringe Verkehrsaufkommen und das gestiegene Verantwortungsbewußtsein der Kraftfahrer macht sich auch bei den Anzeigen bzw. Organmandaten wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen bemerkbar. Hier sank die Zahl trotz erhöhter Überwachung von 33.072 auf 30.304, das bedeutet einen Rückgang von 8,4 %. Auch bei den Anzeigen wegen Alkoholisierung ist ein Rückgang von 746 auf 644 trotz erhöhter Anzahl der Alkotests zu verzeichnen. Die Anzahl der abgenommenen Führerscheine sank von 461 auf 335.

Diese Zahlen sind aber auf keinen Fall ein Grund, um die Hände in den Schoß zu legen. Um diesen positiven Trend auch zu erhalten und weiter zu steigern, sind die Einführung des Punkteführerscheins, die Realisierung der 20. StVO-Novelle und der gesetzliche Großversuch "Fahren mit Licht am Tag" unumgänglich und absolut notwendig. Auch das Handyverbot mit Ausnahme der Freisprecheinrichtung und die Anhebung der Geldstrafe bei Nichtverwendung des Gurtes auf öS 500,-- müssen in Angriff genommen werden.

Die Absenkung der jährlichen Zahl der Getöteten von über 1.000 auf ein international "vertretbares" Maß von ca. 600 pro Jahr darf nicht aus den Augen verloren werden. Dieses Ziel ist zwar etwas näher gerückt - es gibt aber trotzdem noch viel zu tun. Je früher die geforderten Maßnahmen angepackt werden, desto mehr Menschenleben können gerettet werden, appeliert das KfV an die verantwortlichen Politiker.

Vom 1. Jänner bis zum 1. Juni dieses Jahres gab es auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 310 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 404 Menschen tödlich.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0071).

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Mag. Barbara Pirklbauer, Tel.: 01/71779-159

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