Alpengarten Rax feiert 50jähriges Bestehen

Neuer Folder gibt Einblick in Artenfülle

St.Pölten (NLK) - Seit 50 Jahren kann man unterhalb der 2007
Meter hohen Heukuppe, des Gipfels der Rax, alle alpinen Pflanzenarten dieser Region betrachten. Der Alpengarten Rax, auf einem 4.000 Quadratmeter großen Grundstück des Alpenvereins am Fuße des Ottohauses im August 1948 eingerichtet, feiert am
Sonntag, 28. Juni, sein 50jähriges Bestehen. Zeitgerecht zum Jubiläum erscheint ein neuer vierfärbiger Folder, der nicht nur die schönsten Pflanzen des Alpengartens zeigt, sondern auch Erläuterungen zu Geologie, Klima, Boden und Wuchsformen der wichtigsten "Pflanzengesellschaften" des Gebietes enthält. Derzeit kann man allerdings im Alpengarten noch nicht viel sehen, da nach der Schneeschmelze erst einige Blüten zu bewundern sind. In voller Pracht zeigt sich der Alpengarten aber schon Ende Juni, zur Zeit
des Jubiläumsfestes.

Die Rax zählt mit der schon in der Steiermark liegenden
Heukuppe genauso zu den Wiener Hausbergen wie der etwas höhere, nördlich gelegene Schneeberg. Sie gehört zu den östlichsten Erhebungen der nördlichen Kalkalpen und stellt einen typischen Plateauberg mit einer 25 Quadratkilometer großen Hochfläche dar. Auf dieser riesigen Fläche bietet sich dem Wanderer eine übersehbare Pflanzenvielfalt. Im Alpengarten sollte ein Überblick über diese Artenvielfalt gezeigt werden, in einem natürlichen Zusammenhang, der den Verhältnissen dieses Gebietes entspricht.
Die Beschriftung der Pflanzen erfolgt in deutscher und
lateinischer Sprache, rote Schilder weisen auf geschützte Pflanzen hin. Die Pflanzen sind nicht in geometrisch gestalteten Beeten, sondern in ähnlichen Anordnungen gepflanzt, wie sie auf Rax und Schneeberg auch natürlich vorkommen. Der Ausdruck "Garten" ist daher nicht ganz zutreffend. In den ersten Jahren erfolgte die Betreuung des Alpengartens, der eine Außenstelle des NÖ Landesmuseums darstellt, durch den Österreichischen Naturschutzbund, dann nahm sich der Alpenverein der Pflege an.
Seit 1970 betreut die Berg- und Naturwacht Gloggnitz den Garten
und hält auch Wege und Stiegen in Ordnung. Verbesserungen waren ständig erforderlich. 1972 wurde eine Blockhütte errichtet, 1996 wurde der Holzzaun erneuert. Seilabspannungen sind während des Sommers angebracht, die der Sicherheit dienen. In den letzten
Jahren wurde versucht, den Alpengarten weitgehend zu überarbeiten und ihn wissenschaftlich auf den letzten Stand zu bringen. Die Artenfülle soll erhöht werden: Mit Hilfe von Schuttfluren-Biotopen sollen charakteristische Planzen angesiedelt werden, die derzeit
im Alpengarten kaum anzutreffen sind. Seit 1992 geben Botanik-Studenten an Wochenenden wissenschaftliche Auskünfte über die Pflanzen.

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