Eine Steuerreform, die Arbeit schafft

Fünf Vorschläge zur Entlastung der Wirtschaft und zur Beschäftigungssicherung

Wien (PWK) - "Beschäftigungspolitik ist Standortpolitik", erklärte WKÖ-Generalsekretär Günter Stummvoll Dienstag in eine Expertendiskussion zum Thema "Eine Steuerreform, die Arbeit schafft" im Rahmen des 'Tages der Wirtschaft' in Baden. ****

In einer Zeit, in der sich das investive Kapital so rasch wie noch nie dorthin wendet, wo es sich am schnellsten vermehrt und der technische Fortschritt in einer globalisierten Welt enorm ist, müsse auch die nächste Steuerreform vor allem die Wirtschaft entlasten. Der Konsolidierungskurs im Staatshaushalt müsse auch nach Erreichen der Währungsunion und des Euro "unbedingt Vorrang haben", sagte Stummvoll. Dem schloß sich auch der Finanzsprecher der SPÖ, Professor Ewald Nowontny an: "Es hat keinen Sinn im Wahljahr das Füllhorn aufzumachen und danach ein neues Sparpaket zu beschließen".

Dennoch müsse, um Beschäftigung zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, ein steuerliches Entlastungsprogramm für die Wirtschaft erarbeitet werden, forderte Stummvoll und nannte folgende fünf Punkte:

der leistungsorientierte Mittelstand muß entlastet werden,
die steuerschonende Behandlung des nichtentnommenen Gewinns hat absolute Priorität,

es muß flankierende entlastende Maßnahmen bei Unternehmensgründungen geben, denn ohne Unternehmer gibt es keine Arbeitsplätze

Bürokratie muß weiter abgebaut, das Steuersystem vereinfacht und effizienter werden, bis hin zur Eigenveranlagung der Arbeitnehmer und

es sollte künftig steuerliche Anreize für Forschung und Entwicklung, für Ausbildung und die private Altersvorsorge geben. (Schluß) MH

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