"Von Liesing nach Lissa" Sensationserfolg für die Aktion "Löwe von Lissa": Spender brachten mehr als eine halbe Million Schilling auf -

Wien (OTS) - Premiere für das neue Löwendenkmal in Wien am 3. Juni 1998, 19 Uhr, Atelier Laber, Klostermanngasse 2, 1230 Wien-Liesing =

"Ich gebe zu, es war ein Vabanque-Spiel", gesteht der
Graphiker und Schriftsteller Mag. Alexander Sixtus von Reden, Vorstand der Militärkanzlei für Traditionsregimenter und Vorsitzender des Denkmalkomitees "Löwe von Lissa". "Als wir Mitte September 1997 die Aktion im Rahmen einer Pressekonferenz und eines Empfangs für die bereits (spärlich) vorhandenen und präsumtiven Sponsoren der Öffentlichkeit vorstellten, habe ich es nicht für möglich gehalten, daß wir bis Jahresende 1997 den erforderlichen Betrag von rund einer halben Million Schilling zusammenbringen werden" (Reden).

Prominente Spender

"Für die Spenderliste brauchen wir uns nicht zu genieren", so Alexander Reden, "- ein Who's Who der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft."

Als Hauptsponsoren (30.000 bis 100.000 Schilling) stellten sich Friedrich Geyer (Inhaber der bekannten Druckerei Agens-Werk Geyer + Reisser), die Hypo Alpe-Adria-Bank (expandieren von Kärnten aus intensiv nach Kroatien, Slowenien und Norditalien), das Land Oberösterreich, die Pipelife Rohrsysteme Ges.m.b.H. (eröffnete kürzlich eine Tochtergesellschaft in Kroatien), der noble Union Yacht Club Attersee sowie der Verein Alt-Neustadt (Absolventenvereinigung der Theresianischen Militärakademie Wiener Neustadt) ein.

"Löwenpremiere" am 3. Juni 1998

Am 3. Juni ist es soweit: Der bekannte Bildhauer und Restaurator Gerhard Laber - Schöpfer des Löwendenkmals - und das Denkmalkomitee werden den neuen Löwen von Lissa den Sponsoren, Spendern sowie den Medien präsentieren. Wenige Tage später geht es dann vom Atelier des Künstlers in einem malerischen Biedermeierhaus in Wien-Liesing an die Gefilde der Adria, auf die Insel Lissa/Vis, ca. drei Stunden Schiffsfahrt von Spalato/Split entfernt.

Völkerverbindende Komponente

Enthüllt wird der neue Löwe von Lissa am 18. Juli im Rahmen eines europäischen Festes, das vom Österreichischen Kulturinstitut in Agram/Zagreb veranstaltet wird und das man als einen der Schwerpunkte des österreichischen EU-Vorsitzes in einem Nicht-EU-Land verstanden wissen will. Demgemäß werden nicht nur über 150 Angehörige österreichischer Traditionseinheiten, dutzende österreichische Yachten, prominente Vertreter Österreichs und Kroatiens aus Politik, Militär und Kultur an der Enthüllung teilnehmen, sondern auch zahlreiche in Kroatien akkreditierte Diplomaten aus den Staaten der Europäischen Union.

"Die Aktion 'Löwe von Lissa' geht weit über den historischen Anlaßfall hinaus", meint Löwen-Initiator Alexander Reden. Es ist zwar richtig, daß der steinerne Löwe 1867 zur Erinnerung an den Sieg Tegetthoffs über die italienische Flotte errichtet wurde - das Originaldenkmal wurde 1919 von den Italienern als "Kriegsbeute" nach Livorno gebracht und steht seitdem im Park der dortigen Marineakademie -, aber mehr und mehr wurde der Löwe zum Wahrzeichen der Insel Lissa. Dieses Wahrzeichen hat nun fast 80 Jahre gefehlt, somit war es auch ein Anliegen der Aktion "Löwe von Lissa", der Insel wieder ihr Wahrzeichen zu geben und somit ein Stück Identität. Das ist insoferne von Bedeutung, als die landschaftlich prachtvolle Insel mehrere Jahrzehnte hindurch militärisches Sperrgebiet der Jugoslawen war, knapp nach der Öffnung kam der Krieg und damit der Tourismus zum Erliegen. Eine allgemeine Verarmung und Abwanderung war die Folge.

So soll die Errichtung des Löwendenkmals gleichzeitig eine PR-Aktion für Lissa/Vis sein und der Insel neues Leben geben, was erfreulicherweise im Vorfeld bereits gelungen ist, wie entsprechende Statistiken und Rückmeldungen ergeben haben.

Vergangenheit und Zukunft

Der schlafende Löwe symbolisiert in der Ikonographie des 19. Jahrhunderts eine Personalunion zwischen Bewacher und ruhendem, friedlichen Pol. Letztere Komponente findet - im Sinne der Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft - auch in der neuen, vom Leiter des Österreichischen Kulturinstitutes Agram/Zagreb: Dr. Walter Maria Stojan, verfaßten Inschrift des Sockels (die historische ist gleichfalls wiedergegeben) ihren Ausdruck:

"Europas Einheit ruht auf der Vielfalt seiner historsichen Konflikte. Betrachtet die Wellen der Adria, wie sie die Botschaft des Friedens und der Verständigung an alle Küsten tragen."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Alexander Sixtus v. Reden,
Tel.: 01-58 886-209 (9-16 Uhr)

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