Vladyka: Mehr Konkurrenz für die ÖVP im eigenen Interessenbereich nicht statthaft?

Hohe Kosten bei Zahnersatz führt zu regen "Zahntourismus" ins Ausland

St. Pölten, (SPI) - "Der durchschnittliche Tarif - beispielsweise für einen Stiftzahn - beträgt bei Zahnärzten zwischen 10.000,- und 14.000,- Schilling. Die Kosten für festsitzenden Zahnersatz in den Ambulatorien der Gebietskrankenkassen würden nach exakter Kalkulation 5.500,- Schilling betragen. Ministerin Lore Hostasch
und die SPÖ sind bestrebt, durch die 55. Novelle zum ASVG den festsitzenden Zahnersatz auch durch kasseneigene Zahnambulatorien durchführen zu lassen. Dagegen wehrt sich die ÖVP auf Bundesebene vehement, wofür sie auch Kritik aus den eigenen Reihen erntet", stellt SP-Abg. Christa Vladyka heute fest.****

"Die Krankenkassen könnten festsitzenden Zahnersatz qualitativ gleichwertig, jedoch wesentlich günstiger als derzeit bei Zahnärzten üblich, anbieten. Es ist wirklich nicht verständlich, daß sich die Volkspartei hier einer Klientelpolitik für die Zahnärzte verschrieben hat und sich damit dieser enormen Verbilligung für die Patienten und die Familien verschließt", so Vladyka weiter.

"Wir Sozialdemokraten stehen auf dem Standpunkt, daß eine gewisse Konkurrenz im Bereich der Zahnersätze nicht schaden kann, zumal viele Experten die derzeitigen Preise als überhöht bezeichnen. Weiter würde mit einer Verbilligung der "Zahntourismus" ins benachbarte Ausland eingeschränkt, wo Österreichs Wirtschaft derzeit pro Jahr viele Millionen Schilling entgehen. Die
Volkspartei sollte ihren Standpunkt wirklich nochmals überdenken, denn ihre derzeitige Politik widerspricht ganz entschieden den Interessen der Familien und der Wirtschaft", schloß Onodi. (Schluß) fa

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