Heinzl: Blauer Klubobmann Franz Marchat stehend angezählt

Mit den aktuellen Aufdeckungen verfällt das "Sittenbild der Fleißigen und Anständigen" zusehendst

St. Pölten, (SPI) - "Der ehemalige blaue Landesparteisekretär von Niederösterreich und nunmehrige Klubobmann, Franz Marchat, ist für die Politik einfach nicht mehr tragbar. Die Verteidigungsstrategie des freiheitlichen Abgeordneten im Zusammenhang mit dem Finanzdesaster der Freiheitlichen Niederösterreich unter dem Motto "Mein Name ist Hase, ist wußte noch nie von etwas" wird immer unglaubwürdiger", stellt der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl heute fest.****

Die Schulden der FPÖ Niederösterreich scheinen von Tag zu Tag anzuwachsen, daß Finanzdesaster rund um die FP-Wohnbaugenossenschaft "Freies Wohnen" könnte nun auch die Gerichte beschäftigen. Selbst FP-Finanzsprecher Trattner hat mittlerweile zugegeben, daß die Freiheitlichen mit Steuergeld spekuliert haben. Marchats Aussage "er habe als Landesparteisekretär mit Geld nichts zu tun gehabt" ist insofern unglaubwürdig, als Franz Marchat am
26. März 1996 - damals in seiner Funktion als FP-Landessekretär -eine Pressekonferenz zur NÖ Parteienförderung abgehalten hat. Marchat damals wörtlich: "Die Kürzung (Anm.: Parteiförderung) sei zwar eine ‘urfreiheitliche Forderung’. Um das Landesbudget zu entlasten, sei aber ein Gesamtpaket nötig. "Wenn Marchat nie etwas mit Geld zu tun gehabt hat, wie hat er sich dann auf diese Pressekonferenz vorbereitet", stellt Heinzl die Frage an Marchat.

"Franz Marchat ist, das haben die wenigsten bisher registriert, im Präsidium der FPÖ-Niederösterreich. Wenn er nun in seiner Verteidigungsstrategie glauben machen will, als Präsidiumsmitglied nichts von den Vorgängen in der FPÖ NÖ, der Wohnbaugenossenschaft und ihren Firmenverflechtungen gewußt zu haben, dann ist er entweder ein völlig unfähiges Präsidiumsmitglied, oder ein völlig unfähiger Landesparteisekretär gewesen - in beiden Fällen wäre dies bei anderen Parteien längst ein Grund zum Rücktritt. "Doch eines muß auch Herrn Abg. Marchat gesagt werden: Unwissenheit schützt weder vor Schaden, noch vor der politischen Verantwortung. Da hilft es ihm auch nicht, die politische Auseinandersetzung vor Gericht zu verlegen, wie er selbst und sein mittlerweile zurückgetretene FP-Nationalrat Hermann Mentil dies
vorerxerzieren", so NR Anton Heinzl abschließend.

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