Muzik: Agenda 2000 - EU-Osterweiterung nicht auf Kosten der NÖ- Landwirte

Änderungsvorschläge der Landwirtschaft müssen berücksichtigt werden

St. Pölten, (SPI) - "Derzeit enthält die sogenannte Agenda 2000 betreffend der Reform der Agrarpolitik mehr Negatives als
Positives - die geplante EU-Osterweiterung dürfe keinesfalls zu Lasten der Landwirtschaft gehen", stellt der Agrarsprecher der NÖ-Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, heute fest. In der vorliegenden Fassung hätten die Landwirte nicht nur gravierende Einkommensverluste zu erwarten, es gibt im wesentlichen auch keine Initiativen in Richtung Sicherung der Versorgung, Förderung der Qualität, Ökologisierung der Landwirtschaft und der verstärkten Förderung von Problemzonen. "Das Vorhaben, die Garantiepreise für Rindfleisch, Getreide, Milch bzw. Butter um bis zu 30 Prozent zu senken und sich ausschließlich an den Weltmarktpreisen zu orientieren, kann doch nicht der Weisheit letzter Schluß einer tragfähigen und innovativen Agrarreform sein", so Muzik.****

Die Erzeugerpreise sind für die Bauern seit dem EU-Beitritt
ohnehin drastisch gesunken - obwohl die Qualität heimischer Produkte im Europavergleich überdurchschnittlich gut liegt. Es ist daher nicht einzusehen, daß seitens Brüssel und Kommissionär Fischler wieder eine drastische Erzeugerpreissenkung geplant wird. "Angesichts der angespannten Finanzlage der Union kann nicht angenommen werden, daß die dafür im Gegenzug vorgesehenen Ausgleichszahlungen einen entsprechenden Ausgleich schaffen
können. Die heimische Landwirtschaft leistet eine wertvolle Arbeit - unter anderem auch durch die Bewahrung unserer Kulturlandschaft. Diese Arbeit kann nicht allein durch die Produktpreise zum Welthandelsniveau ausgeglichen werden. Angesichts der "Agrarfabriken" anderer Länder ist hier die österreichische Bauernschaft eindeutig benachteiligt.

"Die geplante EU-Osterweiterung darf keinesfalls auf Kosten der Landwirtschaft finanziert werden. Hier sind die österreichischen Interessen viel zu wichtig, um sie auf dem "Altar des EU-
Haushalts" zu opfern", so Agrarsprecher Abg. Hans Muzik abschließend.

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