Hintner: Keine weiteren Einsparungen bei der Gendarmerie

Bezirk Mödling: Unverständliche "Rotstiftpolitik" bei der Exekutive

Niederösterreich, 28.5.1998 (NÖI) "Der Erlaß des Landesgendarmeriekommandos 32, 5 Prozent der Überstunden im Vergleich zu 1994 im Bezirk Mödling einsparen zu wollen, widerspricht dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und den Anforderungen an die Gendarmerie aufgrund der Kriminalstatistik", erklärte heute LAbg. Hans Stefan Hintner.****

Der Bezirk Mödling verzeichnet leider ein Viertel aller Straftaten, die in Niederösterreich verübt werden. Es liegt auf der Hand, daß das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung deshalb besonders stark ausgeprägt ist. In diesem Zusammenhang leistet die Bezirks-Gendarmerie hervorragende Arbeit: Sie kann auf eine der höchsten Aufklärungsraten im Land verweisen. Davon konnte sich auch Innenminister Karl Schlögl überzeugen, der zwar noch im Frühjahr die Leistungen der Mödlinger Gendarmerie lobte, jetzt aber anscheinend zusieht, wie man Leistung bestraft.

"Wenn nun in Zukunft statt 11 bis 14 Nacht-Patrouillen nur mehr
8 Streifen den Bezirk überwachen und der Posten Laxenburg ab 1. Juni während der Nachtstunden nicht mehr besetzt ist, ist das eindeutig ein Signal in die falsche sicherheitspolitische
Richtung", stellte Hintner abschließend fest.

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