Deutsche Atomexperten der "Gesellschaft für Reaktorsicherheit" kritisieren AKW-Mochovce: "Weitere Prüfungen notwendig".

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 22/28.5.1998

Wien (OTS) - "Wir können dem AKW Mochovce noch keinen Persilschein ausstellen", sagt der Sprecher der renommierten Deutschen "Gesellschaft für Reaktorsicherheit" (GRS), Heinz-Peter Butz, in der heute erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. "Unsere Experten hatten bei ihren Untersuchungen zu wenig Zeit, wir müssen noch in die Tiefe gehen - wichtige Befunde liegen noch nicht vor." Experten der GRS haben den Reaktor in Mochovce eine Woche vor dem Waldkdown der 22 internationalen Experten besichtigt. Die GRS ist Teil des deutsch-französischen Experten-Teams "Riskaudit", die die Umsetzung von 87 sicherheitsrelevanten Maßnahmen in Mochovce überprüfen sollen. Die slowakischen Mochovce-Betreiber und die deutsche Firma "Siemens KWU" hatten sich stets auch auf die Experten von "Riskaudit" berufen, daß in Mochovce keine Sicherheitsmängel auftreten würden. Der Wiener Atom-Experte Wolfgang Kromp, der durch das mögliche Bersten des Reaktordruckbehälters vor einem Super-Gau warnte, erhält durch die Aussagen des GRS-Sprechers erstmals Unterstützung von einem weiteren hochrangigen Experten-Team.

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