VOTRUBA : FRAUEN KÖNNEN, WOLLEN UND WERDEN MITENTSCHEIDEN

St. Pölten (SPI) Mit der heutigen Veranstaltung am Landhausboulevard wollen und werden wir zeigen, daß Frauen in
allen Bereichen des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens arbeiten, bestimmen, entscheiden und gestalten können. Während die Frauen im öffentlichen Dienst bereits weitestgehend gleichberechtigt sind und fast die selben Chancen haben wie die Männer, ist dies in den meisten Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch der Politik, noch nicht der Fall. Deshalb ist es notwendig, immer und immer wieder auf die Rechte der Frauen hinzuweisen und konsequent an deren Umsetzung zu arbeiten,
erklärte Landesrätin Traude Votruba Mittwoch aus Anlaß der Veranstaltung "Frauenpower im Landhaus", die im Rahmen der NÖ-Landesausstellung 1998 "aufmüpfig und angepaßt" stattfand. "Dank des Einsatzes der Gleichbehandlungsbeauftragten und der Zentralpersonalvertretung konnten für die Frauen viele Verbesserungen durchgesetzt werden. Diese müssen nun Beispiel für die Wirtschaft sein und mit der Kraft der Frauensolidarität durchgesetzt werden - wie etwa gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gleiche Chancen bei gleichwertiger Qualifkation und vieles mehr", betonte Votruba.

Die niederösterreichische Landesausstellung 1998 spiegelt das Leben von uns Frauen im Laufe der Jahrhunderte und in den unterschiedlichsten Rollen wider, die wir uns freilich jahrhundertelang nicht aussuchen konnten, so die Landesrätin weiters. "Nur ganz wenigen war es möglich, das enge Korsett zu sprengen. Und daran hat sich in Wahrheit bis in unser Jahrhundert nur wenig geändert - denn selbst das Wahlrecht zu Beginn dieses Jahrunderts konnte an der Situation der Frauen nur wenig ändern", erinnerte Votruba. Einzige Ausnahme waren die großen sozialpolitischen Reformen zu Beginn dieses Jahrhunderts. Aber von realer Mitsprache und Gleichberechtigung war für das Gros der Frauen bis in die 70er Jahre unseres Jahrhunderts keine Rede, betonte Votruba.

Aber die festgeschriebenen und mühsam erkämpften Rechte auf dem Papier haben bis heute nicht den entsprechenden Niederschlag
in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gefunden. "Aber eines möchte ich klarstellen : Wir sind nicht aufzuhalten. Die ‘Frauenpower’ im Landhaus muß auf das ganze Land ausstrahlen. Denn Frauen sind wichtiger als viele glauben oder uns glauben machen wollen", schloß Votruba.
(Schluß)nk/wb

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