ÖSTAT präsentiert erstmals Wanderungsstatistik

Rund 100.000 Wanderungsbewegungen in NÖ

St.Pölten (NLK) - Aufgrund des Meldegesetzes wertet das Österreichische Statistische Zentralamt (ÖSTAT) ab dem Berichtsjahr 1996 die An- und Abmeldungen von Hauptwohnsitzen über Gemeindegrenzen hinweg aus. Die daraus resultierende Statistik umfaßt somit die "Binnenwanderung" zwischen den österreichischen Gemeinden und die "Außen-wanderung" (Zuzüge aus dem Ausland bzw. Wegzüge ins Ausland).

Österreichweit verlegten 1996 insgesamt 399.293 Personen (ca. 5 Prozent der Wohnbevölkerung) den Hauptwohnsitz. Davon entfielen zwei Drittel (263.313) auf Binnenwanderungen, der Rest waren Wanderungen über die Staatsgrenze hinweg (69.930 Zuwanderer aus
dem Ausland und 66.050 Wegzüge aus Österreich). Der Wanderungssaldo weist demnach für Österreich einen Gewinn von 3.880 Personen gegenüber dem Ausland auf (Inländer: - 4.306, Ausländer: + 8.186).

In Niederösterreich wurden 97.895 Wanderungsbewegungen registriert. 36.631 Wanderungsfällen zwischen niederösterreichischen Gemeinden standen 31.641 Zuzüge nach Niederösterreich bzw. 29.623 Wegzüge aus Niederösterreich gegenüber. Niederösterreich verzeichnete somit 1996 ein Wanderungsplus von 2.018 Personen. Bemerkenswert dabei ist, daß dieses Ergebnis - im Gegensatz zum gesamten Bundesgebiet - durch einen starken Zuwachs bei den österreichischen Staatsbürgern (+ 3.958) zustande kam (ausländische Staatsbürger: - 1.941).

Auf Bezirksebene verzeichneten in absoluten Werten die politischen Bezirke Baden (+ 687 Personen), Wien-Umgebung (+ 608), Tulln (+ 592), Gänserndorf (+ 354) und Mödling (+ 342) die stärksten Wanderungsgewinne, Amstetten (- 384), Scheibbs (- 246), Gmünd (- 231), Neunkirchen (- 230) und Zwettl (- 200) hingegen die größten Wanderungsverluste.

Detaillierte Informationen wie Gliederungen nach Alter, Geschlecht oder Staatsangehörigkeit bzw. richtungsspezifische Wanderungen sind der ÖSTAT-Publikation "Wanderungsstatistik 1996" zu entnehmen. Nähere Auskünfte dazu erteilt auch die NÖ Landesstatistik unter der Telefonnummer 02236/44986/611.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK