Englischer Garten von Pottenbrunn

LR Blochberger für eine Landesgartenschau in NÖ

St.Pölten (NLK) - Anläßlich der gestrigen Präsentation der Ergebnisse des Parkpflege-Werkes "Englischer Garten von
Pottenbrunn" bezeichnete Landesrat Franz Blochberger die Studie
als ersten Schritt in die richtige Richtung und Basis für die Perspektive, im Schloßpark Pottenbrunn in der Landeshauptstadt St.Pölten in absehbarer Zukunft eine Landesgartenschau abhalten zu können. Gemeinsam mit der Stadt und anderen Partnern müsse man nach eingehenden Überlegungen Lobbying betreiben, damit der Traum von einer Landesgartenschau Wirklichkeit werde, wofür er seine grundsätzliche Unterstützung zusage. Immerhin gebe es keine andere europäische Landeshauptstadt, wo die Natur so nahe an den
Stadtkern und das Regierungsviertel heranreiche.

Das vorliegende Konzept zur Revitalisierung und Pflege des "Englischen Gartens" beim Schloß Pottenbrunn ist das vorläufige Ergebnis jahrelanger Bemühungen, den Dornröschenschlaf des einst im romantischen Stil nach englischem Vorbild errichteten Parks zu beenden, dessen Gelände heute beinahe zur Gänze von Auwald zugewachsen ist. Die Studie schlägt nun vor, einen Teil der ca. 25 ha großen Fläche in ihrem zeittypischen Charakter durch Freilegung der Sichtachsen, Re-Installierung des einstigen Wegenetzes etc. zu rekonstruieren und aus ökologischer Sicht schützenswerte Teile weiter unberührt zu lassen.

Ein derart wiedererstandener Park als ideale Symbiose zwischen Natur und Kultur würde auf die Ökologie Rücksicht nehmen und könnte gleichzeitig als touristischer Anziehungspunkt dienen, der die Geschichte des Ortes präsentiert. Eine vorläufige Schätzung der Kosten ohne Abbruch-, Sanierungs-, Straßenarbeiten etc. beläuft sich derzeit für den Zugangsbereich Traisen-Allee auf rund 1,6 und für den "Englischen Garten" auf 4,8 bis 5,8 Millionen Schilling.

Als zentralen Punkt für diese Erhaltung eines kulturellen Erbes sehen die Betreiber des Projektes, Grundbesitzer, Verein Schönes Pottenbrunn, Bundesdenkmalamt und Landesgartenbauvereinigung NÖ, die Abhaltung einer Landesgartenschau um das Jahr 2005. Derartige Schauen sind für Österreich Neuland, haben sich aber im deutschsprachigen Raum mit jeweils mehr als 1 Million Besucher bestens bewährt. Das Hauptziel einer Landesgartenschau liegt in einer konkreten zeitlich fixierten Umsetzung von Zielen der Stadtentwicklung auf Basis des jeweiligen, in St.Pölten seit 1990 bestehenden, Grünraumkonzeptes.

Damit verbunden wären eine Langzeit-Sicherung hoher Umweltqualität im Landschaftsraum, entsprechende Imagewerte für eine Region mit "grüner Lebensqualität" und nicht zuletzt wirtschaftliche Impulse. Nach der Schau im zeitlichen Rahmen von etwa sieben Monaten ist geplant, den Bereich als Erholungs-, Freizeit- und Veranstaltungsraum für die nächsten 30 bis 50 Jahre frei zugänglich zu machen.

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