Greenpeace drängt auf Veröffentlichung des Mochovce-Zwischenberichts

Internationale Staatengemeinschaft muß von Kanzler Klima rasch über dramatische Sicherheitsmängel von Mochovce informiert werden

Wien/Bratislava (OTS) - Scharfe Kritik übt Greenpeace heute an Bundeskanzler Viktor Klima, der die Alarmierung der internationalen Staatengemeinschaft und die Übermittlung des Mochovce-Zwischenberichtes der internationalen Expertenkommission verweigerte. Slovenske Elektrarne hatte vergangenen Montag, den 18. Mai 1998, einseitig das Memorandum of Understanding aufgekündigt. Greenpeace bringt kein Verständnis dafür auf, daß die österreichische Bundesregierung den Bericht der Öffentlichkeit vorenthält. "Bei Mochovce ist Gefahr in Verzug. Will die Bundesregierung bis zu einer Reaktorkatastrophe warten, um die Sicherheitsmängel öffentlich zu machen?", sagte Greenpeace-Sprecher Alexander Egit.

Darüberhinaus kritisiert Greenpeace das Angebot der Regierung zur Finanzierung der sicherheitstechnischen Nachrüstung von Mochovce. "Der österreichischen Bundesregierung liegen Unterlagen vor, nach denen Mochovce mit vertretbarem finanziellen Aufwand sicherheitstechnisch nicht auf westliches Niveau gebracht werden kann. Dies gilt besonders für das fehlende Containment und wesentliche Konstruktionsteile des Reaktordruckbehälters." so Egit weiter.

Weitere Informationen: Bettina Tasser, Greenpeace Österreich:
0664-2407075

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