LR Bauer: Für ein atomkraftfreies Europa - nicht nur Mochovce birgt Gefahrenpotentiale

Sicherheits- und Gesundheitspolitik sind im Fall Mochovce nicht trennbar

St. Pölten, (SPI) - "Die Tschernobyl-Katastrophe ereignete sich am 26. April 1986. Es handelt sich dabei um die größte bekanntgewordene Katastrophe der zivilen Atomtechnologie. Damals wurden große Teile der Ukraine, Weißrußlands, Rußlands und Nordeuropas - aber auch unser Bundesgebiet - einer hoher Strahlenbelastung ausgesetzt. In der Bevölkerung rund um Tschernobyl stieg die Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs seither um das Zehnfache, besonders Kinder gehören zu den Opfern der Reaktorkatastrophe, die am meisten und längsten unter den Folgen leiden", stellt Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer heute fest.****

Sieben von zehn Neugeborenen rund um den Unglücksreaktor sind ernsthaft krank. Die konkreten gesundheitlichen Auswirkungen der Reaktorexplosion sind noch immer nicht vollständig geklärt. Die ukrainischen Behörden beziffern die Zahl der unmittelbaren Opfer auf 3.000 bis 12.000. "Dieses Horrorszenario darf sich nicht wiederholen. Für jeden verantwortungsbewußten Politiker muß damit der Widerstand gegen die Atomenergie und vor allem gegen die sicherheitstechnisch bedenklichen Reaktoren dieses Typs weiter verstärkt werden und darf im Interesse der Menschen nicht aufgegeben werden", stellt Bauer fest.

"Hier wird mit einer Technologie gearbeitet, die nicht vollständig beherrschbar ist und dies wohl auch für die nächsten Jahrzehnte bleiben wird. Mein Appell gilt den Politikern in der Slowakei, den Menschen und all jenen, die es in der Hand haben, eine Wende in
der Atomtechnologie einzuleiten. Nehmen wir die Verantwortung für unsere Kinder und für künftige Generationen beiderseits der Grenze ernst. Österreich kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Wir müssen für ein atomkraftfreies Europa kämpfen und eine Koalition der atomkraftfreien Länder installieren", so Gesundheitslandesrat Bauer abschließend.
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