AK: Computerzeitalter bei Führerscheinprüfung darf nicht zu Preiserhöhung führen

AK-Forderungspaket für mehr Wettbewerb an Verkehrsminister übermittelt

Wien (OTS) - Für Führerscheinkandidaten beginnt ab Montag das Computerzeitalter bei der Ablegung der theoretischen Fahrprüfung. Die Prüfung findet ab sofort nur mehr in Fahrschulen statt, die Zeit der "guten" oder "bösen" Führerscheinprüfer ist somit vorbei. Die AK erwartet sich von dieser Neuerung die seit langem
geforderte Objektivierung der Führerscheinprüfung. Zu den vereinzelt angedrohten Preissteigerungen dürfe es aber nicht kommen. Laut zuständigem Fachverband belaufen sich die Beschaffungskosten für die Computerplätze je Fahrschule auf maximal 100.000 Schilling. Das entspreche etwa der Hälfte der Anschaffungskosten eines Fahrschulautos, dessen Ankauf auch nicht automatisch zu einer Erhöhung der Fahrschulpreise führe, argumentieren die AK-Experten. Darüberhinaus unterstützt die AK die Forderung der Fahrlehrer, eigenständig einen Fahrlehrerausweis beantragen zu können.****

AK-Forderungspaket für mehr Wettbewerb
Ungelöst bliebe weiterhin das Problem des mangelnden Wettbewerbs unter den Fahrschulen sowie die hohen Ausbildungskosten,
kritisiert die AK und fordert einmal mehr ein Ende des geschützten Marktes, der Ausbildungsmonopole und der De facto-Zugangsbeschränkungen bei der Fahrschulauswahl. Das AK-Forderungspaket zur Änderung des Kraftfahrgesetzes bzw Führerscheingesetzes wurde bereits an Verkehrminister Einem übermittelt und enthält folgende Kernpunkte:

- Schluß mit der Bindung an die örtliche Fahrschule, aufgrund der Tatsache, daß die Prüfung bei der Wohnsitzbehörde abzulegen ist. Die vom Fahrschüler frei gewählte Fahrschule soll die absolvierte Ausbildung schriftlich bestätigen. Diese Bestätigung soll für die Zulassung zur Prüfung genügen.

- Schaffung der Möglichkeit eines Preisvergleichs durch
Festlegung von Musterbedingungen, in denen die Basisleistungen enthalten sein müssen.

  • Erleichterung der Zulassungsbedingungen für neue Fahrschulen.
  • Aufhebung des Gebietsschutzes, die Dienstleistungen einer Fahrschule sollen österreichweit angeboten werden können.

- Die theoretische Fahrprüfung soll nicht nur von den Fahrschulen sondern auch von fachkundigen Einrichtungen wie Autofahrerclubs abgenommen werden können.

Fahrlehrerausweis auch ohne Fahrschulbesitzer
Mit einem besondern Problem haben die Fahrlehrer zu kämpfen.
Bisher kann nur der Fahrschulbesitzer beim Landeshauptmann um die Ausstellung eines Fahrlehrerausweises für sich und jede verwendete Lehrperson ansuchen. Bei Fahrschulwechsel des Lehrers oder bei Einstellung des Fahrschulbetriebes muß der Fahrlehrer den Ausweis unverzüglich wieder an den Landeshauptmann abliefern. Aus Sicht
der AK stellt diese Regelung eine unzumutbare Entmündigung der Fahrlehrer da. Die AK unterstützt daher die Forderung der Fahrlehrer, wonach der Fahrlehrerausweis unabhängig von der Fahrschule durch den Fahrlehrer selbst beantragt werden kann und auch bei Fahrschulwechsel in seinem Besitz verbleibt.

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