ARBÖ: Führerschein per Computer bringt Probleme für Ausländer

Wien (ARBÖ) - Mit Montag, den 25. Mai 1998, erfolgt die bisher mündliche Führerscheinprüfung per Computer. Dieser wählt z.B. beim Führerschein der Klasse B aus insgesamt mehr als 1.500 Fragen 28 Fragen der einzelnen Sachgebiete aus. Wird eine Frage richtig beantwortet, so stellt das PC-Programm eine dazu passende Zusatzfrage. Für jede Antwort gibt es je nach Schwierigkeitsgrad Punkte. Wer 80 % der möglichen Punkte erreicht hat, darf zur praktischen Fahrprüfung antreten.

Wie der ARBÖ ermittelte, gibt es die Computerfragen nicht nur
in Deutsch, sondern auch in Englisch, Türkisch, Serbisch und Kroatisch. Wer weder Deutsch noch eine dieser Sprachen beherrscht, hat derzeit keine Chance, in Österreich den Führerschein zu erwerben. Die frühere Möglichkeit, einen Dolmetscher beizuziehen, gibt es im neuen Führerscheingesetz nicht mehr.

Da sowohl die Computerfragen, als auch die Antworten sehr kurz gehalten sein müssen, es also auf jedes einzelne Wort ankommt, muß der Kandidat die Sprache perfekt beherrschen, um die richtigen Antworten zu finden. Einen Dialog über die Bedeutung einzelner Begriffe kann man mit dem Computer nicht führen. Damit wird es in der UNO-Stadt Wien für manchen Ausländer unmöglich, zur Führerscheinprüfung anzutreten.

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