Bauer-Wolf: Barrieren gegen das Sektenunwesen auch in den Schulen verstärken

Schulleiter als Zielgruppe der Scientologen?

St. Pölten, (SPI) - Die jüngste Werbeaktion in Kindergärten für eine Broschüre der "New Era Handels GmbH.", die der Sekte "Scientology" zumindest nahestehen dürfte, zeigt augenscheinlich die weitere Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung und Information sowie der Überwachung der aggressiven Werbemethoden
von Sekten und ihr nahestehender Einrichtungen. Neben der Aufklärung ist es auch notwendig, die gesetzlichen Schutzbestimmungen entsprechend anzupassen, um auf diese neuen Werbemethoden zu reagieren", stellt der Vizepräsident des NÖ Landesschulrates, Werner Bauer-Wolf, heute fest.****

So verbietet zwar eine bundesgesetzliche Regelung Werbung in den Schulen dann, wenn sie den Zielen der Ausbildung zuwiderläuft. Letzte Instanz in dieser Entscheidung ist jedoch der Schulleiter -wenn dieser nun aber Sympathien für eine Organisation hegt, ist es wohl unwahrscheinlich, daß er entsprechende Werbemaßnahmen verbietet. Daher ist der Bund als Gesetzgeber angehalten, hier strengere gesetzliche Bestimmungen zu setzen, damit einheitlich
und wirklich für alle verbindlich wirkungsvolle Schutzmaßnahmen getroffen werden. Wichtig ist hier auch rasches Handeln, damit wir mit den notwendigen Schutzmaßnahmen nicht den Werbemethoden der Sekten "hinterherhinken".

"Die Strategie von Scientology ist größtenteils darauf aufgebaut, Mitglieder an strategisch wichtige Positionen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu setzen und damit ein Machtnetzwerk zu errichten. Gerade die Schulen und Kindergärten könnten deshalb strategisch wichtige Ziele für Scientology sein - und ein aktives Sektenmitglied als Leiterin oder Leiter würde wohl kaum einen wirksamen Schutz darstellen", so Vizepräsident Bauer-Wolf abschließend.
(Schluß) fa

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