Die Stadt Wien und die Antidiskriminierung von Lesben und Schwulen - Nur Sprüche ohne Ansprüche?

Das ÖSLF lädt anläßlich der geplanten "Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen" der Stadt Wien zur Podiumsdiskussion ins Wiener Rathaus.

Wien (OTS) - Das ursprünglich eine interne Wahlvereinbarung von SPÖ und GRÜNE auf Wiener Ebene war, dürfte nun doch Gestalt annehmen, allerdings in reduzierter Form. Es wird eine "Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen", besetzt mit zwei Halbtagsposten für eine Lesbe und eine Schwulen, sowie ein Antidiskriminierungsgesetz auf Landesebene geben - doch der Stelle scheint es an Autonomie und dem Gesetz an Biß zu fehlen. Das Liberale Forum kündigt bereits die Verweigerung seiner Zustimmung im Landtag an, das Projekt scheint gefährdet.

Dies ist für das ÖLSF der Anlaß, zur Diskussion und zum offenen Gespräch einzuladen: Was sind die Möglichkeiten, was die Schwächen der geplanten Maßnahmen, wie sehen solche schon existierenden Antidiskriminiuerungstellen in anderen europäischen Großstädten aus, was könnte aus der seit Jahren (zumindest formal) exisitierenden Gleichbehandlung von Frauen gelernt werden - und was sagt die lesbisch/schwule Szene dazu?

Unter dem Thema NUR SPRÜCHE OHNE ANSPRÜCHE? diskutieren Kurt Stürzenbecher (SPÖ) Marco Smoliner (LIF) Friedrun Huemer (GRÜNE) Peter Jürgens (Beauftragter für gleichgeschl. Lebensweisen d. Stadt Dresden) Elisabeth Holzleithner (Gleichbehandlungsbeauftragte der UNI-Wien) Moderation: Hannes Sulzenbacher (ÖLSF)

Datum: 26.5.1998, 19 Uhr Ort: Wappensaal des Wiener Rathauses, 1080 Friedrich-Schmidt-Platz)

Rückfragehinweis: ÖLSF

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