Bundesarbeitskammer: Zahnersatz durch Ambulatorien muß möglich sein

Kassentarif soll Richtgröße für einheitlichen Preis sein

Wien (OTS) - Der Vorstand der Bundesarbeitskammer fordert in
einer gemeinsamen Erklärung von FSG und ÖAAB die rasche Umsetzung der ASVG-Novelle. Die ÖVP-Verhandler stellen sich mit ihrem Nein gegen die Interessen der Versicherten, kritisiert der Vorstand in seiner gestrigen Sitzung. Die Fraktionen stimmen überein, daß ein weiteres blockieren der ASVG-Novelle gegenüber den Versicherten unverantwortlich ist und erwarten die Zustimmung der ÖVP-Minister im Ministerrat. Wenn die Kassen diese Leistungen in der selben Qualität und zu günstigeren Preisen anbieten können, müsse der Gesetzgeber eine Weitergabe dieses Vorteils an die Konsumenten ermöglichen. Festsitzende Zahnersätze sollten zu einem einheitlichen Preis angeboten werden. Dies würde den Zahntourismus ins billigere Ausland eindämmen und für mehr Wertschöpfung im Inland sorgen. ****

Es sei unbestritten, daß festsitzende Zahnersätze heute zum zahnmedizinischen Standard gehören. Es sei also höchste Zeit, daß auch die Ambulatorien diese Leistung erbringen können, heißt in der Erklärung des Vorstandes der Bundesarbeitskammer. Angesichts der hohen Kosten, die derzeit von den Zahnärzten verrechnet
werden, befürworte die Bundesarbeitskammer einen Fixtarif wie für andere Kassenleistungen auch. Richtgröße müsse dabei der günstige Tarif der Kassenambulatorien sein.

Ein einheitlicher Preis würde auch dazu führen, mehr Wertschöpfung im Lande zu erzielen. Das Kostenargument sei derzeit die häufigste Ursache für den Zahntourismus in billigere Nachbarländer. Eine gesteigerte Nachfrage im Inland könnte sich etwa durch einen erhöhten Bedarf an zahntechnischen Leistungen auch beschäftigungspolitisch positiv auswirken.

Zeitgemäß sei auch die Aufnahme der qualifizierten Zahnhygiene in die Versicherungsleistungen. Hier könne die Kasse mit geringem Mitteleinsatz eine ökonomisch sinnvolle Gesundheitsvorsorge ermöglichen. Darüberhinaus würde dies die Einführung eines neuen Berufes, den des Dentalprophylaktikers, nach sich ziehen und wäre somit eine zusätzliche Belebung des Arbeitsmarktes.

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