Generalversammlung der Wiener Gebietskrankenkasse beschließt Verlängerung des Krankengeldanspruches auf 78 Wochen

Positive finanzielle Entwicklung für das Jahr 1998 prognostiziert

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 20. Mai 1998, fand unter der Vorsitzführung von Obmann Franz Bittner die Generalversammlung der Wiener Gebietskrankenkasse statt.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Beschluß, die Anspruchdauer des Krankengeldbezuges von 52 auf 78 Wochen zu verlängern.

Die gesetzliche Höchstdauer des Krankengeldanspruches beträgt 52 Wochen, kann aber durch die Satzung, wenn es die finanzielle Situation erlaubt, auf 78 Wochen erhöht werden.

Nachdem sich die finanzielle Situation der Kasse etwas verbessert hat, ist es, wie Kasssenobmann Franz Bittner betonte, gerechtfertigt, diese Verlängerung der Höchstdauer des Krankengeldanspruches aus sozialpolitischen Gründen in die Satzung aufzunehmen. Diese im Interesse der Versicherten beschlossene Leistungsverbesserung kommt vor allem den Langzeitkranken zugute und verhindert, daß diese nach 52 Wochen zu Sozialhilfeempfängern werden.

Über den Hauptpunkt der Tagesordnung - der Jahresvorschlag für 1998 - sprach der Generaldirektor der Wiener Gebietskrankenkasse, Dr. Rudolf Brenner.

Bei einem Gesamtbudget von fast 25 Milliarden Schilling ist mit einem Mehrertrag von 322 Millionen Schilling zu rechnen. So erfreulich dieses Ergebnis auch ist, muß doch darauf hingewiesen werden, daß aufgrund der negativen Ergebnisse der vergangenen Jahre die Kasse noch immer nicht über die notwendigen Rücklagen verfügt, um bei unvorhergesehenen Belastungen entsprechend finanziell abgesichert zu sein. Trotzdem ist der positive Trend, der sich bereits im Vorjahr abgezeichnet hat, unverkennbar.

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Gebietskrankenkasse, Josef Muhr,
Tel. 01/60 122/2109

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS