Aus einem Schüttkasten wurde ein Kulturzentrum

Kulturverein Schloß Primmersdorf feiert fünfjähriges Bestehen

St.Pölten (NLK) - Große Barockarchitekten scheuten sich nicht, auch relativ unbedeutende, profane Gebäude zu errichten: Der Schüttkasten des Schlosses Primmersdorf im nördlichen Waldviertel, 1706 errichtet, wird Jakob Prandtauer zugeschrieben und ist in barockem Originalzustand erhalten. Seit fünf Jahren veranstaltet dort der Kulturverein Schloß Primmersdorf auf einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern Ausstellungen mit Werken in- und ausländischer Künstler sowie Konzerte. Das fünfjährige Jubiläum wird mit einem besonders reichhaltigen Veranstaltungsprogramm gefeiert.

Den Auftakt bildet ein Pfingstkonzert am 31. Mai mit
Barockmusik aus der Entstehungszeit des Schüttkastens. Am 18. Juli gibt es zwei Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten: Zu hören sind Werke von Ulrich Küchl, Propst des Waldviertler Stiftes Eisgarn, sowie von Wolfram Wagner. Von Mitte Juni bis Mitte Juli wird die Ausstellung "Die Schule des österreichischen Gobelins" gezeigt, eine zum Waldviertler Textilfest gehörende Schau. Vom 25. Juli bis 23. August stellen Künstlerinnen des Vereines "Blue Danube" ein Projekt vor, das den Titel "Vorbild Natur" trägt. Natürlich gewachsenes Material wie Sisal, Holz, Schilf und Hanf dient unter Einbeziehung neuer Medien dem künstlerischen Ausdruck. Wesentlich ist auch der Bezug der Werke zur landschaftlichen Schönheit des Thayatales und zu imposanter Barockarchitektur.

Vom 29. August bis 20. September wird die Ausstellung "Urkraft Ironie" zu sehen sein. Sie zeigt Malerei und Grafik von Andreas
Aner und Eva Eder. Der Künstler bevorzugt die Farbe Schwarz, die Künstlerin stellt konzeptuelle Ideen dar.

Die Ausstellungen sind Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 18 Uhr zugänglich.

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