Wien, NÖ und Burgenland im Gleichschritt

Verkehrspolitische Initiativen für die Ostregion

St.Pölten (NLK) - Es geht darum, die Ostregion Österreichs in
die Transeuropäischen Verkehrsnetze einzubinden und damit eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland sicherzustellen. In diesem Sinn
hat die Planungsgemeinschaft Ost unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute im NÖ Landhaus in St.Pölten eine Reihe von verkehrspolitischen Zielsetzungen festgelegt. In einer Pressekonferenz wurden sie von den drei Landeshauptmännern der Öffentlichkeit präsentiert. Nunmehr, so Pröll, werden die drei Länder gemeinsam beim Bund für eine rasche Realisierung eintreten.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verwies besonders auf die Notwendigkeit, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Der in der Planungsgemeinschaft Ost erarbeitete Maßnahmenkatalog mit einem Realisierungshorizont bis 2010 und Kosten von 30 Milliarden Schilling sieht unter anderem die Errichtung des Zentralbahnhofes Wien, den Ausbau der Schnellbahnlinie Wien-Wolkersdorf-Mistelbach-Laa, der Flughafenschnellbahn und der Pottendorfer Linie sowie der Verbindung Parndorf-Bratislava vor. Ziel ist es, so Pröll, den Anteil des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion von derzeit 30 auf 40 Prozent zu erhöhen. Das würde bedeuten, daß täglich rund 15.000 Personen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Große Bedeutung komme auch der Nordostumfahrung von Wien zu, damit
könnte ein geschlossener Straßenring bis in den niederösterreichen Zentralraum geschaffen werden. Auch darüber bestehe grundsätzlich Einigung zwischen den drei Bundesländern, es seien noch viele Detailprobleme zu lösen einschließlich jener einer sechsten Donaubrücke.

Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl unterstrich die Bedeutung eines transeuropäischen Verkehrsknotens Wien und somit die Notwendigkeit eines Zentralbahnhofes in der Bundeshauptstadt. In
der Ostregion bestehen gute Voraussetzungen für eine Vernetzung
von Schiene, Straße, Luft und Wasser. Die wirtschaftliche Entwicklung der drei Bundesländer werde in hohem Maß von der Realisierung der infrastrukturellen Maßnahmen abhängen.

Der burgenländische Landeshauptmann Karl Stix betonte, die Lösung dieser verkehrspolitischen Herausforderungen sei eine Angelegenheit der Republik, da in der Ostregion die Hälfte der österreichischen Bevölkerung und mehr als die Hälfte der wirtschaftlichen Leistungskraft konzentriert seien. Sie sind auch unter dem Aspekt der künftigen Osterweiterung zu sehen, zu der
sich alle drei Bundesländer grundsätzlich bekennen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Als wichtigen Aspekt in der Region sieht die
Planungsgemeinschaft Ost auch die Südostspange über Wien, Niederösterreich und das Burgenland in die Steiermark und nach Kärnten als Teil des "Transeuropäischen Schienennetzes". Vor allem aus niederästerreichischer Sicht stellt sie auch eine Alternative zur Südbahnstrecke über den Semmering dar. Bereits im Jänner haben die drei Landeshauptmänner den Verkehrsminister ersucht, die Planung für den Streckenteil von Wien nach Graz der Hochleistungsstrecken AG zu übertragen.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der heutigen PGO-Sitzung war ein bedeutendes touristisches Projekt, nämlich die Vernetzung des derzeit 900 Kilometer langen Radwegenetzes unter Anbindung an die Slowakei und Ungarn.

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