- 19.05.1998, 13:53:36
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- OTS0209
Vorausmeldung zu NEWS 21/20.5.98
.) Nachrichtenmagazin NEWS erhält Brief von flüchtigem Peter
Rosenstingl aus Brasilien.
.) Rosenstingl legt Geständnis ab. "Ich wollte meinem Bruder
helfen und einen Skandal namens Rosenstingl vermeiden!"
.) Rosenstingl läßt in seinem Brief Politbombe platzen:
"FPÖ-Landeschef Gratzer hat 10 % Provision für die
Landtags-Klubkredite bekommen." =
Wien (OTS) - Der flüchtige Ex-FPÖ-Nationalrat Peter Rosenstingl
meldet sich in einem in der brasilianischen Stadt Fortaleza
aufgebenen Brief persönlich. Der Brief wurde Montag mittag NEWS
zugespielt und wird in der morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe
veröffentlicht. Der mutmaßliche Millionenbetrüger legt in dem auf 15
Seiten handbeschriebenen Schriftstück ein De-facto-Geständnis ab:
o Er hätte die fatalen wirtschaftlichen Transaktionen unternommen,
um seinen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindlichen Bruder
Herbert zu retten und "um einen Skandal namens Rosenstingl zu
vermeiden".
o Er bechreibt im Detail die zunehmenden
Liquiditätsschwierigkeiten seiner Firmen und die beginnende
Umfinanzierungsgeschäfte.
o Sein endgültiger Ruin wäre im April unausweichlich geworden, da
bereits ausgehandelte Beteiligungsfinanzierungen nicht mehr
abzuwarten gewesen wären.
o Rosenstingl betont, er hätte "zu keinem Zeitpunkt jemandem
vorsätzlich Schaden zufügen wollen", da er "bis zuletzt an das
Zustandekommen der angeblich zugesagten Zwischenfinanzierungen
geglaubt hatte."
Unter der Überschrift "Teil 2" läßt Rosenstingl eine politische
Bombe platzen. Er behauptet, daß sein ehemaliger Parteifreund
Bernhard Gratzer, bis zur vergangenen Woche Landesparteichef der
Niederösterreichischen FPÖ, nicht nur, wie bisher bekannt,
Parteigelder bei Rosenstingl angelegt und damit fast 12 Millionen in
den Sand gesetzt hat, sondern, so die Behauptung Rosenstingls, auch
persönlich mitgeschnitten hätte.
Rosenstingl wörtlich: "Es kam daher zu einer Finanzierung durch
den Landtagsklub, wofür Bernhard Gratzer 10 % Provision persönlich
bekommen hat." Trifft dies tatsächlich zu - Gratzer selbst hat
unkorrekte Handlungen dieser Art stets bestritten - müßte Gratzer mit
Ermittlungen der Justiz wegen Untreue rechnen.
Rückfragehinweis: News Chefredaktion
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