Schüssel bei AKW Mochovce. Utl.: Weinzinger: 'Verschiebung der Mochovce-Aktivierung Hoffnungsschimmer.'

Wien (OTS) - Als Hoffnungsschimmer wertet die Grüne Landtagsabgeordnete, Brigid Weinzinger, die Verschiebung der Aktivierung des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce. 'Durch den Druck von Umweltschützern, Bürgern und GRÜNEN konnte die Aktivierung der Brennstäbe um ein paar Tage aufgeschoben werden', zeigt sich Weinzinger erfreut. 'Nun liegt es vor allem bei Außenminister Schüssel, dafür zu sorgen, daß die Inbetriebnahme des AKW Mochovce bis zur Vorlage des Berichts der Expertenkommission auf alle Fälle verschoben und im Bericht enthaltene Mängel beseitigt bzw. Verbesserungsvorschläge umgesetzt werden, bevor die AKW-Meiler in Betrieb genommen werden', fordert Weinzinger. 'Österreichweit hat sich Widerstand gebildet, nur einer meldet sich nicht zu Wort, nämlich Außenminister Schüssel. Eigentlich müßte allen voran er klarstellen, daß das Verhalten der slowakischen Regierung in der Atomfrage einen klaren Affront gegen die österreichische Bevölkerung darstellt und die nachbarschaftlichen Beziehungen gefährdet. Als Außenminister liegt es in seinem Ressortbereich, die Beitrittsverhandlungen mit den Oststaaten zu führen. Es ist höchste Zeit, eindeutig klarzustellen, daß eine EU-Mitgliedschaft der Slowakei unter den derzeitigen Umständen nicht denkbar ist', so Weinzinger.

"Selbst der NÖ-Landtag hat mit den Stimmen aller vier Parteien, also auch der Volkspartei, einen Dringlichkeitsantrag betreffend einer Verhinderung der Inbetriebnahme von Mochovce angenommen." Zweifel hegt die Grünpolitikerin in diesem Zusammenhang am Durchsetzungsvermögen von Landeshauptmann Pröll innerhalb seiner Partei. "Was ist davon zu halten, daß LH Pröll und die VP Niederösterreich im NÖ-Landtag einen Antrag gegen die Inbetriebnahme von Mochovce mitunterstützen und gleichzeitig Parteikollege Schüssel sich vom Thema nicht angesprochen fühlt? Denn anders ist das derzeitige Schweigen des Außenministers nicht zu interpretieren.' Die Grünen fordern Landeshauptmann Pröll daher auf, massiven Druck auf seinen Parteikollegen Schüssel auszuüben und endlich Aktivitäten zum Thema atomare Zeitbombe Mochovce zu erwirken.

'Mochovce darf angesichts der erheblichen Sicherheitsmängel nicht ans Netz gehen', fordert die Grünpolitikerin erneut. 'Eine Inbetriebnahme wäre völlig unverantwortlich und ein glatter Affront gegenüber dem Nachbarland Österreich, insbesondere gegenüber Niederösterreich als unmittelbar angrenzendem Bundesland.'

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