Baltsa verteidigt Neuenfels gegen Skandalgerüchte

Neuenfels erklärt sein Konzept - Domingo nicht in der Premierenplanung der Staatsoper bis 2002

Wien (OTS) - Agnes Baltsa, Trägerin der weiblichen Hauptrolle in Meyerbeers "Der Prophet" (Premiere: Donnerstag, Wiener Staatsoper) verteidigt in der morgen (Mittwoch) erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS den Regisseur Hans Neuenfels gegen Skandalgerüchte.

Der Weltstar zu NEWS: "Die Arbeit mit ihm war hochinteressant. Wir haben phantastisch gearbeitet. Er wußte genau, was er mit jedem Takt wollte, und hat versucht, uns auf neue Wege zu bringen. Toll, ein genialer Mann, der mich mit Liebe, Intelligenz, Charme und Geduld zur schwersten Rolle meines Lebens geführt hat. Ich habe mit Freuden fünf Wochen geprobt. Dabei bin ich sehr rigoros, wenn ich meine, daß eine Regie keinen Sinn hat." Baltsa weiter zu NEWS: "Es kann schon sein, daß sich jemand in seinem Kopf ein Bild von der Oper gemacht hat und dieses Bild nicht findet. Man sollte diese Vorausgerüchte nicht so ernst nehmen."

Neuenfels zum Konzept: Neuenfels erläutert in NEWS die vorauseilend umstrittene Details seines Konzepts: Die angebliche sodomistische Szene mit einem Schwein habe er selbst verworfen und aus der Inszenierung genommen. Es habe sich um eine ironisch-klischierte Szene aus dem Landleben gehandelt.

Daß der Chor zuletzt durch Roboter ersetzt wird, hat "mit der völligen Instrumentalisierung des Volks durch den Propheten" zu tun.

Ein junges Double des Propheten spritzt sich Heroin. Neuenfels zu NEWS: "Das Double macht die Entwicklung des Propheten deutlich. Die Heroin-Spritze kommt, wenn es um die Droge Ruhm, um Berauschung, Ritual und Feier das Selbst geht."

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