Anwenderorientierte Biomedizin als neue Ausbildungsform

Donau-Universität startet neuen Master-Universitätslehrgang im Oktober

Wien (OTS) - Das Zentrum für Biomedizinische Technologie der Donau-Universität Krems plant, im kommenden Wintersemester den neuen Universitätslehrgang "Anwenderorientierte Biomedizin" anzubieten. Kooperationspartner ist der Verein TU-BioMed der Technischen Universität Wien, der 1994 als Arbeitsgemeinschaft für biomedizinische Technik und Gesellschaft für "Biomedical Engineering" gegründet wurde. Der Verein besteht aus Arbeitsgruppen aller 5 Fakultäten der TU Wien.

Der Lehrgang wendet sich primär an Mediziner/innen, die nach ihrem Studium die Wartezeit auf eine fixe Anstellung als Turnusarzt zur Weiterbildung und damit zur Chancenerhöhung bei der Stellensuche nützen wollen. Der Lehrgang soll aber auch Absolventen/innen anderer Fachrichtungen, wie der Veterinärmedizin, Biologie/Molekularbiologie, Biochemie, Pharmazie und Lebensmitteltechnologie ansprechen, um ihren Marktwert im Hinblick auf eine Anstellung in der biomedizintechnisch/ pharmazeutisch orientierten Industrie bzw. forschungsorientierten, privaten und staatlichen Einrichtungen zu erhöhen. Durch diese Ausbildung soll auch Medizinisch-Technischen-Assistent/innen, anderen technischen Analytiker/innen und Praktiker/innen ohne Universitätsabschluß, die schon langjährig, in möglichst leitender Position, in diesen Bereichen tätig sind, die Möglichkeit eröffnet werden, in ihrem Beruf einen Qualifikationsvorteil zu erwerben.

Im Rahmen der Ausbildung haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, enge Kontakte zu führenden Wissenschaftern und einschlägigen Unternehmen zu knüpfen. "Es gibt bereits jetzt Anfragen von namhaften Unternehmen nach Absolventen/innen dieses Lehrgangs", betont Doz. Dr. Dieter Falkenhagen, Leiter des Zentrums für Biomedizinische Technologie.

Besonderer Stellenwert wird der individuellen Betreuung der Studierenden eingeräumt: "Kleine Lerngruppen garantieren Qualität. Aber auch die ständige Evaluierung durch die Studierenden ist ein Zeichen unseres Qualitätsanspruchs. Davon profitieren beide Seiten:
Lehrende und Lernende".

Der Lehrgang soll im Oktober mit einem Aufbaukurs über technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, der an der TU Wien durchgeführt wird, starten. Die weiteren Module werden an der Donau-Universität Krems bzw. auch im AKH Wien abgehalten werden. Sie behandeln die Themen Biometrie, Mikrotechnologie, Laseranwendung in der Medizin, Sensorik, Imaging Systems, Telekommunikation, Medizinproduktegesetz, Zulassung von Arzneimitteln, Produkt- und Pharmamanagement, Cellular Engineering, Pharmazeutische Verfahrenstechnik, Strategien in der Arzneimitteltherapie, Künstliche Organe und Biomaterialien, Transplantationsmedizin, Biomechanik, Management, Karriereplanung, Forschungsmanagement und -förderung, Wissenschaftskommunikation, Gesundheits- und Qualitätsmanagement, Rechts- und Haftungsfragen, Das ärztliche Gespräch und Arzt-Patienten-Beziehung.

Der Lehrgang wird zwei Semester dauern und ist in zwei- bis vierwöchige Module aufgebaut. Als Abschluß wird der neue akademische Grad "Master of Advanced Studies (in Applied Biomedicine)" beantragt. Die Studiengebühr beträgt S 98.000,- (keine MWSt) (bei Anmeldung nach dem 15. September S 110.000,-), das zweiwöchige Einzelmodul kostet S 10.500,- und das vierwöchige S 19.500,-.

Informationen und Bewerbung: Dr. Doris Czepa, Zentrum für Biomedizinische Technologie, Donau-Universität Krems, Dr. Karl Dorrek Straße 30, A-3500 Krems, Tel. 0043 2732 893 2601, Fax 0043 27 32 893 4600, e-mail: czepa@zbmt.donau-uni.ac.at, http://www.zbmt.donau-uni.ac.at

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