Gerhard Tötschinger neuer Intendant in Perchtoldsdorf

Klassische Linie wird auch künftig beibehalten

St.Pölten (NLK) - Das Bekenntnis "Ich liebe sinnliches, buntes Theater" des neuen Intendanten der Perchtoldsdorfer Sommerspiele, Gerhard Tötschinger, gibt die neue Linie dieser sommerlichen Aufführungsserie vor. Nach einer einjährigen Pause mit Eigenproduktionen im Rahmen des NÖ Theatersommers, die mit einem Gastspiel des Salzburger Landestheaters überbrückt wird, soll Perchtoldsdorf in der nächsten Saison 1999 wieder mit einem Programm Marke Tötschinger einsteigen. Der neue Intendant, der heute der Presse vorgestellt wurde, will die klassische Linie beibehalten, die sich auf der Perchtoldsdorfer Burg sehr bewährt hat. Es sollen aber auch neue Publikumsschichten angesprochen werden, und das wird dadurch gelingen, daß zum traditionellen Theater noch spezielle Erlebnisqualitäten dazukommen. Darunter ist auch eine Einstimmung auf die Vorstellung und ein zeitgemäßes Rahmenprogramm zu verstehen.

Gerhard Tötschinger ist geborener Wiener, nahm von 1964 bis
1972 Schauspielunterricht, lernte auch Gesang und ist seit 1966
als Schauspieler im In- und Ausland tätig. Seine erste Intendanz trat er 1973 in Eisenstadt an, wurde 1977 Oberspielleiter in Klagenfurt und 1982 Intendant des Festes in Hellbrunn (Salzburg). Seit 1994 ist er Direttore artistico des Arteuropa-Festivals Todi (Umbrien). Tötschinger inszenierte nicht nur Schauspiel, sondern auch Oper, darunter Werke von Massenet, Haydn, Puccini, Wolf-Ferrari und anderen. Im Herbst dieses Jahres führt er in Frankfurt Regie.

Die Tradition der Perchtoldsdorfer Sommerspiele geht auf das
Jahr 1976 zurück, als Jürgen Kaizik mit klassischen Dramen begann. Seit 1981 führte Jürgen Wilke Regie, in der Folge auch andere bekannte Regisseure. Immer wieder wurden sehr bekannte
Schauspieler verpflichtet, die den Perchtoldsdorfer Sommerspielen schon wegen des Spielortes den Charakter eines "Burgtheaters"
gaben.

Für das Übergangsjahr 1998 ist ein Gastspiel des Salzburger Landestheaters mit "Emilia Galotti" von Gotthold Ephraim Lessing vorgesehen. Vom 2. bis 26. Juli gibt es 13 Aufführungen,
inszeniert vom deutschen Regisseur G. H. Seebach.

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