Wang Wusheng - Himmelsberge - Chinesische Photographie

Wien (OTS) - Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums
im Palais Harrach, Freyung 3, 2. Stock
20. Mai bis 9. August 1998 =

Das Kunsthistorische Museum präsentiert erstmals in
Europa in einer großen Ausstellung das Werk des in China und Japan sehr bekannten zeitgenössischen Kunstphotographen Wang Wusheng.

Wang setzt sich in faszinierenden Schwarzweißphotos mit einem der schönsten Landschaften Chinas, dem Huangshan-Gebirge, auseinander.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von ca. 65 Arbeiten des Künstlers aus den Jahren 1975 bis 1991. Bemerkenswert ist auch die Präsentation von einigen Photos in Form von traditionellen mehrteiligen japanischen und chinesischen Wandschirmen, die anstatt mit bemaltem Papier oder Seide mit seinen Photos bespannt sind. Die Intention des Künstlers ist es, dem Publikum das "Qui" (die Energie) der Berge zu vermitteln. Damit dies noch deutlicher fühlbar wird, gestaltet Wang großformatige Abzüge von bis zu 2,6 m Höhe und 4 bis 5 m Breite.

Der Photograph beschäftigt sich seit fast 25 Jahren mit dem Huangshan-Gebirge im Süden der chinesischen Provinz. Anhui, das sich auf einer Länge von 250 km erstreckt. Dieses Gebirge hat aufgrund seiner eindrucksvollen Landschaft mit Gipfeln von 1000 bis 2000 Metern, Bächen, heißen Quellen, Wasserfällen, Grotten, bizarr geformten Felsen, Kiefern- und Tannenwäldern und atemberaubenden Nebel- und Wolkenstimmungen schon immer viele Künstler inspiriert.

Wang geht es nicht um die Abbildung der Natur in ihrer äußeren Erscheinungsform. Vielmehr möchte er die Natur als eine Landschaft seiner inneren Bilder und Gefühle verstehen.

Wangs Originalität besteht darin, unter Verwendung des Photos als einem im Westen entstandenen und dem Realismus verpflichteten Verfahren die seinen Landschaftsbildern innewohnende Seele und fernöstliche Ästhetik zum Ausdruck zu bringen.

Wang sieht sich als geborener Chinese, der später nach Japan ging, sowohl von der chinesischen als auch von der japanischen Kultur geprägt. Seine Landschaftsphotos sind aber zweifellos von der chinesischen als auch von der japanischen Kultur geprägt. Seine Landschaftsphotos sind aber zweifellos von der traditionellen chinesischen Tuschemalerei geprägt.

Wang Wusheng wurde in der Stadt Wuhu in der Provinz Anhui geboren. Nach dem Studium der Physik entschloß er sich, eine völlig andere Richtung einzuschlagen und wurde als Photograph für ein Nachrichten-und Photomagazin in Anhui tätig. Seit 1974 photographiert er den Huangshan, 1981 erschien in Peking sein erster Photoband über das Gebirge. In diesem Jahr übersiedelte der Künstler nach Japan, wo er ein Stipendium der japanischen Kunststiftung der Universität Nihon erhielt. 1986 bis 1989 betrieb er Studien an der Kunsthochschule in Tokio.

In den letzten 10 Jahren präsentierte er zahlreiche Ausstellungen in Japan und China, u.a. im Seibu Kunstmuseum in Tokio, in zahlreichen Galerien in Tokio und Osaka, in der Isetan-Kunsthalle Niigata, 1994 im Kunstmuseum in Peking und 1995 im Kunstmuseum Shanghai. 1997 nahm er erstmals an einer europäischen Ausstellung, der Schwerkraft der Berge in der Kunsthalle Krems, mit einigen Arbeiten teil.

Wang Wusheng arbeitet zur Zeit als freier Photokünstler in Tokio.

"Wenn ich am Huangshan meine Photos mache, erscheinen mir die Wolken und der Nebel wie Gottes mannigfaltige Kalligraphie."

Wang Wusheng
Himmelsberge
Chinesische Photographie
Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums
im Palais Harrach, Freyung 3, 2. Stock
20. Mai bis 9. August 1998

Öffnungszeiten:

Täglich 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Einzelpersonen öS 90,--
Ermäßigt öS 60,--
Familienkarte öS 180,--
Schüler im Klassenverband öS 20,--

Katalog:
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
zum Preis von öS 290,--

Rückfragen & Kontakt:

Kunsthistorisches Museum, Abt. Öffentlichkeits-
arbeit, Mag. Annita Mader, Mag. Gudrun Hatvagner
1010 Wien, Burgring 5
Tel.: (+43 1)525 24-404, Fax: (043 1)523 27 70

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