KfV fordert: Punkteführerschein auch in Österreich! Unfallursachen: überhöhte Geschwindigkeit, riskantes Überholen und Vorrangverletzungen - Internationaler Vergleich zeigt: Punkteführer- schein schafft Abhilfe

Wien (OTS) - Was in anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich
und England schon seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, soll endlich auch in Österreich seine Anwendung finden: Eine schnelle Einführung des Punkteführerscheins fordert erneut das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Die Unfallbilanz der Woche vom 11. bis 17. Mai 1998 zeigt wieder einmal deutlich, daß rücksichtsloses Autofahren, wie überhöhte Geschwindigkeit (5), riskantes Überholen (2) und Vorrgangverletzungen (3), immer wieder zu den Hauptunfallursachen zählt. Insgesamt kamen 17 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben.

Internationale Vergleiche haben gezeigt, daß mit dem Punkteführerschein eine Senkung der Unfallzahlen erreicht werden kann. Beim Punkteführerschein sollen nur für schwere Delikte Punkte vergeben werden, die für notorische Verkehrsrowdies - und nur für diese - zum befristeten Entzug des Führerscheines führen können. Schlechtpunkte werden nach einer gewissen Zeitspanne getilgt, Punktereduktion kann durch die Teilnahme an speziellen Nachschulungen erreicht werden.

Lenker, die sich im wesentlichen korrekt verhalten bzw. nur leichte Delikte begehen, wären von diesen Maßnahmen praktisch nicht betroffen. Auch die Bevölkerung steht hinter der Einführung des Punkteführerscheins: IMAS-Meinungsbefragungen aus den Jahren 1995 und 1996 belegen, daß 70 Prozent der Österreicher 'Ja' zum Punkteführerschein sagen.

Vom 1. Jänner bis zum 17. Mai dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 272 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 344 Menschen tödlich.

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