Neuer Beitrag zur Kirchengeschichte Niederösterreichs

Band über Klostergemeinschaft Mariazell in Österreich

St.Pölten (NLK) - Die Aufhebung zahlreicher Klöster in Niederösterreich durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1782 hatte nicht nur für die Klöster selbst und die darin tätigen Geistlichen weitreichende Folgen, sondern für das kirchliche Leben in Österreich insgesamt. Ein neuer Band der Beiträge zur Kirchengeschichte Österreichs, herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat St.Pölten, befaßt sich mit "Mariazell in Österreich -eine Klostergemeinschaft zwischen Reformation und Aufklärung". Verfasser ist Thomas Aigner, Archivar der Diözese St.Pölten.

Der Autor verfaßte in jahrelanger Archivarbeit aufgrund von Dokumenten und Archivalien der Benediktiner eine detaillierte Geschichte des Klosters "Mariazell in Österreich", in Altenmarkt gelegen und jetzt als Kleinmariazell bekannt. Die sehr ins Detail gehende Betrachtung gibt Einblicke in die Situation der Klöster
vom 16. Jahrhundert an, sie zeigt, welchen Spannungen die Mönchsgemeinschaft in der Zeit der Reformation und
Gegenreformation und während der Türkenbelagerung ausgesetzt war. Beleuchtet wird auch die Rolle des Klosters in der Förderung von Kunst und Wissenschaft. Berührend ist die Darstellung der Schicksale der einzelnen Konventmitglieder nach der Aufhebung des Klosters.

Im Anhang finden sich ein reiches Literaturverzeichnis und eine umfassende Angabe der Quellen. Erhältlich ist das 414 Seiten umfassende Werk beim Diözesanarchiv St.Pölten, 3100 St.Pölten, Domplatz 1, zum Preis von 250 Schilling.

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