DBV-Winterthur Holding AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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DBV-Winterthur Holding AG:
Hervorragendes Geschäftsergebnis in 1997. DVFA-Ergebnis je Aktie steigt um 30,3% auf 40,90 DM.

Die DBV-Winterthur Holding blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Jahresüberschuß der Holding erhöhte sich 1997 in 35,6 % auf 124,9 Mio. DM. Im Konzern konnte das Nachsteuerergebnis sogar um 83,3 % auf 171,0 Mio. DM gesteigert werden. Zu dem außergewöhnlichen Gewinnwachstum haben auch einmalige Erträge aus Beteiligungsveräußerungen beigetragen. Daß auch das operative Ergebnis erneut deutlich verbessert wurde, zeigt sich in der signifikanten Erhöhung des DVA-Ergebnisses je Aktie. Es stieg um 30,3 % von 31,40 DM auf 40,90 DM. In der erfreulichen Entwicklung spiegeln sich erste Erfolge des Restrukturierungsprogramms wider, das auch 1997 weitergeführt wurde. Daneben profitierte die DBV-Winterthur von einem weiterhin günstigen Schadenvelauf und guten Kapitalanlageergebnissen.

Die Beitragseinnahmen des Versicherungskonzerns stiegen 1997 um 12,1 % auf fast 5,8 Mrd. DM an. Begünstigt wurde dieses hohe Wachstum durch die Übernahme der TRANS/telcon Versicherungen. Bei Anpassung des Vorjahres beträgt das Plus 4,6 %. Es liegt damit deutlich über dem Branchenwachstum von 2,4 %.

Von den Konzernbeiträgen entfielen 1997 gut 2,8 Mrd. DM (49 %) auf die Lebensversicherung, die damit ein Wachstum von 8,6 % erzielen konnte. In der Krankenversicherung wurden die Einnahmen um 6,6 % auf fast 1,4 Mrd. DM (24 %) gesteigert. Die Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen konnten rund 1,6 Mrd. DM (27 %) vereinnahmen. Die Übernahme der TRANS/telcon Versicherungen führte in dieser Sparte zu einem Zuwachs von 25,2 %.

Die Kapitalanlagen des Konzerns erhöhten sich 1997 um 12,8 % auf 27,4 Mrd. DM. Die daraus erzielten Netto-Kapitalerträge stiegen auf über 2,0 Mrd. DM. Das entspricht einem Zuwachs von 17,6 %. Die Nettoverzinsung stieg trotz historischer Zinstiefstände an den Kapitalmärkten auf 7,81 %. Per 31. Dezember 1997 verfügte der Konzern über stille Reserven auf Aktien und Beteiligungen, Immobilien sowie festverzinsliche Wertpapiere von insgesamt 2,51 Mrd. DM. Die offen ausgewiesenen stillen Reserven betragen 31,2 % des Buchwertes der zugrundeliegenden Anlageklassen. Bezogen auf die Gesamtheit der Kapitalanlagen, die mehrheitlich aus Namensschuldverschreibungen und anderen Anlagearten besteht, beträgt der entsprechende Wert 9,2 %.

Aufgrund der guten Resultate des Geschäftsjahres 1997 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, die Dividende um 2 Prozentpunkte auf 24 % anzuheben. Darüber hinaus werden die Aktionäre um eine Ermächtigung für den Rückkauf von Aktien gebeten. Damit soll ein zusätzliches Instrument geschaffen werden, um im Interesse der Anteilseigner möglichst schnell und flexibel Marktchancen zur Umsetzung der Unternehmensstrategie wahrnehmen zu können.

Weitere Einzelheiten zu den Ergebnissen des vergangenen Geschäftsjahres werden auf der Bilanzpressekonferenz und dem Analystentreffen am Montag, den 18. Mai in Wiesbaden bekannt gegeben.

Im laufenden Geschäftsjahr wird die DBV-Winterthur weitere Schritte zur Straffung der Konzernstruktur durchführen. Die 1997 ausgesetzte Verschmelzung der "Winterthur" (Deutschland) Beteiligungs-AG auf die DBV-Winterthur Holding AG soll
rückwirkend zum 1. Januar 1998 durchgeführt werden. Die "Winterthur" (Deutschland) Beteiligungs-AG fungiert als Zwischenholding für die Hamburger TRANS/telcon Versicherungen. Sie verfügt über einen bedeutenden steuerlichen Verlustabzug, der im Zuge der Verschmelzung im laufenden Jahr genutzt werden soll. Ausgelöst durch das 1997 verabschiedete "Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform" besteht weiterhin Unsicherheit in bezug auf die steuerrechtliche Bewertung der Verschmelzung. Eine endgültige Entscheidung der Finanzverwaltung ist bis Ende August nicht zu erwarten. Die DBV-Winterthur beabsichtigt die Verschmelzung davon unabhängig durchzuführen, da eine weitere Verschiebung die mit höherem Risiko verbundene Anwendung der verschärften Neuregelung zum Mantelkauf zur Folge hätte. Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Brünner (Tel. 0611 / 363 4636) und Herr Dr. Rollig (Tel. 0611 / 363 2358) ab Dienstag, den 19.05.1998 gerne zur Verfügung.

DBV-Winterthur Holding AG

Der Vorstand

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