Riedl zu F-NÖ-Skandal: Denn, sie wissen wovor sie sich fürchten

Das freiheitliche Schreckgespenst "Landesrechnungshof" war eine weise Entscheidung

Niederösterreich, 16.5.1998 (NÖI) "Die letzten Wochen haben uns gezeigt, warum die Freiheitlichen Niederösterreichs den Landesrechnungshof scheuen, 'wie der Teufel das Weihwasser'. Durch diesen Rechnungshof wird es nämlich erstmals möglich, die öffentlichen Gelder, die ein Klub bekommt, zu überprüfen. Das heißt: Der Umgang mit dem Steuergeld kann jetzt genau beleuchtet werden. Und das ist auch wichtig bei den Freiheitlichen. Die Schaffung dieses unabhängigen Rechnungshofes war daher eine sehr weise Entscheidung", erklärte LAbg. Alfred Riedl.****

Riedl bezweifelt in diesem Zusammenhang, daß der ehemalige Klubobmann Gratzer das einzige Klubmitglied der Freiheitlichen
war, das gewußt hat, wohin die 16 Millionen, von denen ein Großteil "pfutsch" ist, "veranlagt" wurde. "Gratzer ist für mich ein eindeutiges Bauernopfer. Die Wahrheit über die selbsternannten Aufdecker, Bürgeranwälte und Vertreter der fleißigen Leute wird aber sicherlich nach und nach ans Licht kommen.

"Fest steht jedenfalls jetzt schon: Wer in seinen eigenen
Reihen derartig blind und unwissend ist, kann unmöglich die Finanzen des Landes kontrollieren. Ich bezweifle daher sehr, daß der Obmann des Finanzkontrollausschusses Rambossek, nachdem er ja angeblich von nichts etwas weiß, qualifiziert ist, den Finanzkontrollausschuß zu leiten. Während er im Wahlkampf dem Wähler vorgegaukelt hat, daß er "Steuermillionen" spart, hat sein Klubobmann eben diese Stuermillionen mit sehr dubiosen Geschäften verschleudert", betonte Riedl.

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