Dr. Strasser neuer Präsident des NÖ-Hilfswerks

Prokop unterstreicht Partnerschaft mit Land und Gemeinden

(nlk) - Die Größte niederösterreichische Sozialorganisation hat einen neuen Präsidenten: In der heutigen Generalversammlung des NÖ-Hilfswerkes im Landhaus in St. Pölten wurde Landtagsabgeordneter Dr. Ernst Strasser zum Nachfolger von Generaldirektor a.D. Edwin Pircher gewählt. Er bezeichnete das Hilfswerk als bewährten "Dienstleister für die Familien". Das bedeute aber auch, daß aufgrund von Entwicklungen in den Familien - etwa die Berufstätigkeit beider Elternteile, steigende Scheidungszahlen usw. - auch neue Herausforderungen zu bewältigen sein werden, und zwar "kundentorientiert". Gerade im Sozialbereich könnten private Non Profit-Organisationen wie das Hilfswerk vieles besser erledigen, als der Staat, weil sie in der Regel kostengünstiger, kundenfreundlicher und mit größerer sozialer Wärme agieren. Größten Wert werde er auf eine effiziente, sparsame und schlagkräftige Verwaltung in der Hilfswerkzentrale legen.

Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop erinnerte an die Anfänge des Hilfswerks vor 20 Jahren. Aus einer Idee, die von vielen als "Sozialromantik" belächelt wurde, sei ein großes soziales Dienstleistungsunternehmen geworden. Das Hilfswerk zeige, daß und wie soziale Herausforderungen auch in Zeiten knapper werdender öffentlicher Haushalte gelöst werden können. Prokop unterstrich besonders die funktionierende Partnerschaft zwischen Land, Gemeinden und Hilfswerk und würdigte das Engagement des scheidenden Präsidenten Edwin Pircher.

Das Hilfswerk mit seinen 65 örtlichen Zweigvereinen und 151 Dienstleistungseinrichtungen - diesen dezentralen Aufbau bezeichnete Geschäftsführer Erich Fidesser als eines der Erfolgsrezepte -beschäftigt derzeit 1.519 Angestellte, rund 2.500 stundenweise bezahlte MitarbeiterInnen sowie 1.000 Funktionäre und ehrenamtliche MitarbeiterInnen. In den einzelnen Bereichen gibt es beachtliche Zuwachsraten. So stieg in den letzten drei Jahren in der Hauskrankenpflege und Altenhilfe die Zahl der im Monatsschnitt Betreuten von 3.670 auf 4.900, jene der monatlichen Einsatzstunden von 63.175 auf 86.720. Heuer sollen 1,2 Millionen Einsatzstunden erreicht werden. Die Zahl der von Hilfswerk-Tagesmüttern betreuten Kinder hat sich sei 1994 von 1.710 auf 3.338 fast verdoppelt. In der vorbeugenden Jugendhilfe "Bunter Schirm" wurden Ende des Vorjahres 251 Jugendliche betreut, drei Jahre davor waren es erst 122.

In der Generalversammlung wurden auch Arbeitsziele bis 2001 festgelegt. Sie sehen den Ausbau der bestehenden Angebote und die weitere Qualitätsverbesserung ebenso vor, wie neue Angebote und Serviceeinrichtungen.

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