Erber bestürzt über Rechtsruck in der FP-NÖ

F bestreitet erneut die bewiesene Verschwendung von Steuergeld

Niederösterreich, 15.5.1998 (NÖI) Nichts Neues bei den Freiheitlichen in Niederösterreich kann LAbg. Anton Erber
festellen - "außer einem bedenklichen Rechtsruck". Alte Gesichter mit "rechter" Vergangenheit sollen nun die enttäuschten und belogenen Wähler wieder beruhigen. Sowohl Schimanek als auch Rosenkranz sind ja landauf, landab bekannt in der ganz rechten Szene, ist Erber bestürzt über die Haider'sche Personalentscheidung. "Werden sie sich wenigstens davon distanzieren, um glaubwürdig zu sein?"

"Ich kann mir darüber hinaus beim besten Willen nicht vorstellen, daß der selbsternannte 'Anwalt der Bürger' Hans Jörg Schimanek nichts von den Machenschaften seines Klubobmannes gewußt haben soll. So war doch gerade er, neben dem neuen Klubobmann Marchat, der engste Vertraute von Gratzer. Während Gratzer Millionen Schilling an Steuergeldern in dubiosen Wirtschaftstreuhandfirmen 'veranlagt' und verloren hat, war Schimanek stets an seiner Seite", erklärte Erber.

Man kann von keiner Erneuerung sprechen, wenn alte Gesichter
mit alten Einstellungen sich erneut zu Saubermachern erklären. Das zeigt auch die Tatsache, daß die F die verlorenen Klubgelder als 'keine Steuergelder' bezeichnen. Damit setzen sie die altbekannte Linie nahtlos fort, nämlich mit Unwahrheiten die Bevölkerung hinters Licht zu führen, betonte Erber. Und die angekündigte Rückzahlung der verschwendeten Steurgelder ist wohl das Mindeste, was sie den Steurzahlern schuldig sind.

Als Chef einer "gläsernen Partei" wäre es für Schimanek an der Zeit, endlich seine Rolle in der freiheitlichen Wohnbau-Genossenschaft kundzutun. Jener Wohnbaugenossenschaft, die jetzt ebenfalls pleite ist. Schimanek war ja bekanntlich von Beginn an
in dieser Genossenschaft Aufsichtsrat. "Hat er auch hier von
nichts gewußt, oder vielleicht nichts wissen wollen?"

Als Landesparteisekretärin einer "gläsernen Partei" wäre es auch an der Zeit, daß Frau Frau Rosenkranz erzählt, was sie von den Machenschaften ihres Mannes hält "Für mich steht jedenfalls fest, daß Haider aus seinen Problemen in Niederösterreich nichts gelernt hat. Das Bauernopfer Gratzer ist wohl ein bißchen wenig", schloß Erber.
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