Schneeberger: Will ÖBB-Vizegeneral die Ghega-Strecke verkommen lassen?

Sanierung der Ghega-Strecke kostet ein Zehntel des SBT

Niederösterreich, 15.5.1998 (NÖI) Die Volkspartei Niederösterreich hat immer auf die dringend notwendige Sanierung der Ghega-Strecke hingewiesen. Offensichtlich will Vize-General Hainitz dieses wertvolle Kulturgut verkommen lassen. Mit seinem unmißverständlichen Ruf nach der Errichtung des verkehrspolitisch unnotwendigen, ökologisch gefährlichen und privat unfinanzierbaren Semmering-Bahntunnels stellt er sich nämlich eindeutig gegen die Sanierung und Attraktivierung der Ghega-Strecke, kritisierte heute LAbg. Klaus Schneeberger.****

Es ist vollkommen unverständlich, daß sich der ÖBB-Vize dagegen sträubt, einen notwendigen und brauchbaren Übergang über den Semmering, der um ein Zehntel der Kosten des unnötigen Semmering-Bahntunnels finanziert werden kann, zu realisieren. So kostet die Sanierung der Ghega-Bahn zwei Milliarden Schilling. Der Semmering-Bahntunnel im Gegensatz dazu 20 Milliarden Schilling.

Es ist also ein großer Vorteil, daß die ÖBB nunmehr gezwungen werden, diese wichtige Strecke zu sanieren. Mit der Errichtung des Eisenbahntunnels wäre sie nämlich dem Verfall preisgegeben. Und das aufgrund eines Prestigeprojektes, das einige Unverbesserliche ohne Rücksicht auf Verluste durchpeitschen wollen. Ich fordere den ÖBB-Vize daher eindringlich auf, seinen Aufgaben nachzukommen und diese wichtige Strecke zu sanieren", betonte Schneeberger.

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