Mann: Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Niederösterreich (OTS) "Wer gleichgeschlechtlich liebt ist
mit einer Reihe von Diskriminierungen konfrontiert. Schlechterstellungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
gibt es etwa im Wohn-, Erb-, Unterhalts-, Staatsbürgerschafts-, Steuer- und Strafrecht. Nur wer Hetero ist, wird gesetzlich bevorzugt und bekommt den staatlichen Sanktus. Ich apelliere
an die SPÖ, sich mit noch mehr Vehemenz für das Anliegen
der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften einzusetzen", meinte heute Dr. Stefan Mann, Vorsitzender der
Jungen Generation in der SPÖ-Niederösterreich.

"Österreich ist ein Sonderfall: Während etwa in Dänemark, Frankreich, Norwegen, Schweden und, ja, sogar im
tiefkatholischen Irland Antidiskriminierungsgesetze
beschlossen wurden, befindet sich unser Land in dieser
Hinsicht noch immer im Mittelalter", sagte er weiter.

Mann abschließend: "Bei der Anerkennung von
Partnerschaften im Wohn-, Steuer- und
Staatsbürgerschaftsrecht wird deutlich, daß Partnerschaft (oder Lebensgemeinschaft) keine rechtliche Kategorie an sich ist,
sondern sich über die Art und Weise der Ausübung des
Sexualakts entscheidet. Hier gilt, es diese gesetzliche
Absurdität, die in keinem Zusammenhang mit der
gesellschaftlichen Realität steht, zu überwinden und zu
humanen und toleranten Lösungen zu finden."
(schluss)

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