Pflegegeldgesetz: Breite Akzeptanz

Wien (OTS) - Mehrheitliche Zustimmung bestätigt der Präsident der Behinderenorganisationen, Dr. Klaus Voget, der kürzlich im Ministerrat beschlossenen Novelle zum Bundespflegegeldgesetz. ***

Die im ursprünglichen Entwurf vorgesehenen Verschlechterungen konnten durch konstruktive Gespräche mit den zuständigen Beamten des Sozialministeriums größtenteils abgewendet werden. Beeindruckend war, so Voget, die sozialpartnerschaftliche Atmosphäre und das bewußte Eingehen der Verhandlungspartner auf die Bedürfnisse der Betroffenen.

Grundsätzliche Forderungen seien allerdings noch nicht erfüllt. So sei seit nunmehr drei Jahren keine Anpassung der Pflegegelder an die Inflationsrate mehr erfolgt und die heftig bekämpfte Kürzung des Taschengeldes bei Heimunterbringung um 50 Prozent nicht zurückgenommen worden.

Bezüglich der Einstufung geistig behinderter Menschen ortet Voget eine "notwendige Nachjustierung" und fordert auch mehr Sensibilität hinsichtlich psychischer Beeinträchtigungen. Diese Fragen könnten jedoch in der von Ministerin Hostasch zu erlassenden Einstufungverordnung geregelt werden, zeigt sich Voget optimistisch. Bei der Einbeziehung gehörloser Personen ergeben sich allerdings massive Schwierigkeiten, die nur in langwierigen Verhandlungen, insbesondere mit den Ländern, gelöst werden können.

Rückfragen & Kontakt:

01/513 15 33

ÖAR, Stubenring 2, 1010 Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS