Ein Drittel aller Wege in NÖ zu Fuß zurückgelegt

Intensivseminar Kommunale Verkehrskonzepte

St.Pölten (NLK) - Da Fußgänger-, Radfahrer- und ruhender
Verkehr völlig in der Eigenverantwortung jeder einzelnen Gemeinde liegen, wurde diese Woche in St.Pölten von der NÖ Landesakademie und der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten im Amt der NÖ Landesregierung ein eintägiges Intensivseminar "Kommunale Verkehrskonzepte" für die Entscheidungsträger der niederösterreichischen Gemeinden im Sinne des NÖ Landesverkehrskonzeptes veranstaltet.

Niederösterreichs oberster beamteter Raumplaner, Hofrat Dr. Gerhard Silberbauer, ging dabei auf die Notwendigkeit von Verkehrskonzepten auch auf Gemeindeebene ein. Gegenüber dem Verkehrsaufkommen medial diskutierter Großprojekte wird dem durch die Aufsummierung des Verkehrsaufkommens einzelner Gemeinden jährlich anwachsenden Verkehr seiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl dieses Verkehrsaufkommen bei weitem größer ist.

Prof. Dipl.Ing. Dr. Friedrich Zibuschka präsentierte in seiner Eigenschaft als Leiter der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten den Stufenbau von Verkehrskonzepten, indem er die EU-weit festgelegten transeuropäischen Netze dem österreichischen "Masterplan" gegenüberstellte, der das überregionale Eisenbahn-und Straßennetz definiert. Das Land Niederösterreich sei mit seinem Verkehrskonzept in diesem Rahmen bemüht, durch Angebote im öffentlichen Verkehr, durch Ortsumfahrungen etc. auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Bürgers einzugehen. In den Gemeinden wiederum wären Konzepte gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sowie für die gesamte Verkehrserschließung zu erstellen. Schließlich wird, wie Erhebungen ergaben, ein Drittel aller Wege zu Fuß zurückgelegt.

Nach einem Referat über konkrete Erschließungsprobleme, die Gestaltung von Siedlungsstraßen und die Errichtung oft unnötiger Gehsteige war der zweite Teil des Seminars den einzelnen Problemen der über 30 Teilnehmer aus 27 Gemeinden vorbehalten.

Nähere Informationen bei der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten im Amt der NÖ Landesregierung unter Telefon 02742/200/5560.

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